Sarah Lindner, Unternehmerin (www.video-impression.com), Immobilienunternehmerin, Journalistin

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Interview mit Sarah Lindner über das Schweigewochenende im Mai 2018

 

Stefan Hund: [00:00:01] Ja ich freue mich Dich, Sarah Lindner, heute im Interview begrüßen zu dürfen. Sarah, Du warst bei mir beim Schweigen im Mai 2018. Manch einer kennt Dich schon, denn du bist keine Unbekannte. Aber einfach mal zwei drei kleine Stichworte zu Dir: Du bist auf großen Konferenzen als Keynote-Speakerin unterwegs. Du warst lange Jahre für den NDR einer der Gesichter, Du hast die Menschen in Norddeutschland interviewt. Du hast eine eigene Firma „Video-Impression“. Du hilfst Unternehmern zu mehr Sichtbarkeit. Aber nicht nur die Bits und byt. Du hast es genauso aber mit Beton. Du schaust nach Immobilien weltweit. Du bist weltweit so aktiv, hast einen aktiven, agilen Lebensstil. Und jetzt Schweigen? Wie passt das zusammen? 

Sarah Lindner: [00:01:00] Ja das hört sich interessant an. Also genau mit der Firma „Video-impression“ bin ich tatsächlich ziemlich viel unterwegs in Deutschland. Weltweit baue ich nicht, wir haben uns wirklich konzentriert auf Norddeutschland, rund um Hamburg. 

Im Moment machen wir noch was in der Domikanischen Republik. Es war immer mein Traum, im Winter nicht in Deutschland zu sein, sondern den Winter in warmen Gefilden zu verbringen.

 Und Du hast es angesprochen. Elf Jahre NDR – elf Jahre lang. Nach dem Studium sind jetzt auch vorbei. Ich hatte immer wieder eine Sache, ich sag mal so ein „Identitäts-Wandel“. Das heißt von der fest angestellten Journalistin, Redakteurin, hin zur Freiberuflerin, hin zum Thema Unternehmerin. Das heißt, immer wieder gab es im Außen bei mir eine Weiterentwicklung oder eine Veränderung. 

Sarah Lindner: [00:02:03] Wenn man im Außen sehr viel unterwegs ist und sehr viel macht und tut, muss man irgendwann mal, finde ich, auch die andere Seite mitnehmen. Und zwar „das Innere“, weil sonst ist das so, man wird getrieben von außen und man kommt gar nicht wirklich zu sich. 

Sarah Lindner: [00:02:14] Wichtig ist ja die innere Welt. Mache ich das alles im Außen, weil irgendwie ich meine, diese Träume von anderen leben zu müssen, weil ich meine es ist so toll, finanziell frei zu werden und herumzureisen, oder mache ich das wirklich, weil mein Inneres danach schreit und sagt „Ich möchte diese Erfahrung machen“. 

Sarah Lindner: [00:02:32] Und darum passt das, finde ich, ganz gut zusammen. Gerade für Personen, die ja auch unterwegs sind. Dann meine Zeit sich zu nehmen und zu sagen jetzt schweige ich. Ich komme zu mir. Ich schalte alles Äußere aus und schaue einfach nur auf mein Herz. Und ja, gehe mal ganz, ganz tief ins Innere rein. 

Stefan Hund: [00:02:57] Wie passt das im Sinne von der Aktion so der Vollbremsung. Gerade noch weltweit und jetzt im Kloster. 

Sarah Lindner: [00:03:07] Ja, Vollbremsung. Stimmt. Hört sich nach einer Vollbremsung an. Ich denke das Leben hat zwei Seiten: eine Seite ist AUSSEN, eine Seite ist INNEN. Eine Seite ist vielleicht Schnelligkeit, die andere Seite heißt langsam zur Ruhe kommen; und ich mag Extreme. Ich mag es wirklich extrem zu powern und im Außen zu sein und Projekte aufzubauen Startups aufzubauen als unternehmerisch tätig zu sein mit Menschen zusammen zu sein extrovertiert zu sein. Vom Typus her brauche ich auch manchmal diese introvertierte Art und Weise. Ich bin nicht immer nur dazu bereit irgendwie Ping-Pong-Reaktion-Reaktionen-Reaktionen. Sondern ich möchte auch manchmal zu mir kommen und abzuschalten. Und von daher liebe ich die Vollbremsung. Von einem Tag auf den anderen zu sagen: Ich bin jetzt mal weg. Ihr hört jetzt ein paar Tage nichts vor mir. 

Sarah Lindner: [00:04:05] Das hab ich also früher schon immer gemacht, dass ich im Winter häufig sechs Wochen mal komplett in Entwicklungsländern war, meinen Rucksack. Und das habe ich jetzt zum Beispiel vor ein paar Wochen gemacht bei dir: von heute auf morgen einfach mal SCHWEIGEN. 

Stefan Hund: [00:04:24] Das war ja nicht das erste Mal, dass du schweigen warst. Stichwort Vipasana: Du warst schon „zehn Tage am Stück“ schweigen. Wo ist der Unterschied? 

Sarah Lindner: [00:04:32] Ja, das stimmt. Das war nicht das erste Mal. Ich habe das schon mal gemacht. Da gab es eine persönliche Entwicklung hin, da brauchte ich das unbedingt. Das war am Ende einer langen, langen Beziehung. Fast sieben Jahre, die dann beendet wurden von mir. Und da hab ich gesagt So, jetzt muss ich mal zu mir kommen. 

Sarah Lindner: [00:04:49] Der Unterschied ist, dass es damals richtig anstrengend war, weil wir durften keine Bücher lesen. Wir durften nichts aufschreiben. Wir durften gar nicht kommunizieren, also auch nicht nonverbal. Nicht mal ein Lächeln, nicht mal nicken auch mal irgendwas. Es war wirklich so. Es wurde wirklich gesagt: Ihr seid bei euch. Ihr kommt zu euch. Versucht bitte, so wenig wie möglich irgendwie Augenkontakt quasi zu provozieren. Das ist komisch, weil du stehst dann mit ein paar Mädels morgens irgendwie beim Duschen oder beim Zähneputzen. Keine guckt die andere an. Es wird nicht geredet, das ist schon eine komische Situation. Wir waren zu dritt auf dem Zimmer, damals und irgendwie redet man da auch nicht. Das war der große Unterschied bei dir. Das fand ich viel lockerer gewesen. Man kommt auch zum Schweigen, man redet auch nicht. Aber man hat einfach die Chance, auch mal Gedanken aufzuschreiben und loszulassen. 

Sarah Lindner: [00:05:42] Also viel entspannter, weil natürlich kommt total hoch und du hast uns damals ein Buch mitgegeben, das hab ich immer noch und da stehen ganz viele tolle Gedanken einfach drin, die mir gekommen sind – und ich lese da jetzt auch gerne mal nach. Von daher finde ich der große Unterschied gewesen. 

Stefan Hund: [00:06:01] Zumal das Unterbewusste und Unbewusste liefert ja erfahrungsgemäß die nächsten zwei bis fünf Wochen nochmal nach. Es ist so, dass einem dann das ein oder andere nochmal deutlicher wird. 

Stefan Hund: [00:06:13] Wie ist es aus deiner Sicht, es waren ja noch mehrere beim Schweigen dabei. Ist es gut, wenn er begleitet wird. Oder könnte ich nicht einfach sagen: Ich nehme mir einfach mal ein Wochenende und gehe einfach mal einen Rucksack weg. Hat es dieselbe Qualität? 

Sarah Lindner: [00:06:30] Ja, das ist interessant. Das haben tatsächlich Leute in meiner gesamten Umgebung gesagt gehabt. Warum fährst Du ins Kloster? Du kannst auch einmal zu Hause die Klappe halten. Das ist schon witzig. Erst mal braucht man, glaube ich für neue Erfahrungen einfach auch einen neuen Ort. Da passieren immer andere Dinge. Das heißt, wenn Du an einen neuen Ort gehst und da etwas Neues tust ist das glaube ich für dein ganzes Unterbewusstsein was anderes, als wenn Du es in der gewohnten Umgebung machst. 

Sarah Lindner: [00:06:57] Und dann begleitest du ja als Seelsorger, als Pfarrer und Coach begleitest Du ja Menschen und weißt ja, was hochkommen kann. Das heißt wenn man wirklich Themen hat, die ja auch seelisch irgendwie was mit einem machen, dann ist das ja ganz wichtig, dass man sie dann auch loslassen kann und damit nicht alleine irgendwie vielleicht sogar in eine Depression verfällt oder so.. 

Sarah Lindner: [00:07:19] Ich halte das für sehr wichtig, dass man einen Ansprechpartner hat, mit dem man zur Not auch mal diskutieren kann und auch mal dann reden kann. Dass das nicht ganz so streng ist. Ich finde das wichtig. 

Stefan Hund: [00:07:33] Wir haben ja dann direkt zu einer Stunde genutzt um zu sortieren ganz unterschiedlich. Welche Erkenntnis nimmt aber Sarah Lindner mit? 

Sarah Lindner: [00:07:46] Einerseits die Erkenntnis, dass es total wichtig ist, wirklich zur Ruhe zu kommen und auch die äußere Welt komplett mal abzuschalten, weil wir sind die ganze Zeit in so einem Ping-Pong. Wir reagieren auf Nachrichten, auf E-Mails, auf Anrufe. Unser Kopf und unser Herz in der heutigen Zeit können gar nicht mehr richtig abschalten. Die wenigsten Menschen schaffen das wirklich am Abend, am Feierabend oder am Wochenende mal so richtig rauszukommen. Das noch mal wirklich zu wissen, dass man einmal im Jahr oder alle zwei Jahre eine Zeit wo man sagt: So jetzt mal wirklich gar keine Kommunikation wirklich schweigen und vielleicht auch mal länger als zwei Tage. Manchmal dauert das, bis der Körper sich da umgeswitcht hat und es interessanterweise ist mir ein Buch in die Hände gefallen. In der Zeit, wo ich im Kloster war. Ich bin auch mit einer Frage ins Kloster gestartet. Wofür stehe ich? – Nach den elf Jahren NDR- Fernsehen. Wie geht das weiter? Von dem Arbeiten für andere, für große Sender. Tolle Geschichten zu machen, Geschichten von anderen zu erzählen. Wie geht es in meinem Leben weiter? Das Buch ist „Getrieben oder Berufen“ – und das hört sich jetzt interessant an aber irgendwie bin ich meine Berufung wieder ein Stück näher gekommen. 

Sarah Lindner: [00:09:11] Ich habe erkannt, dass es so interessant ist, was Menschen für Potenziale in sich tragen, dass ich denen dabei helfen kann diese Potenziale zu sehen oder auch sichtbar zu machen. Und das mache ich ja auch mit meiner Firma, obwohl das meiner Firma ja immer auch Potenziale sind, die andere Leute sagen, dass sie für sie wichtig sind. Aber tatsächlich auch nochmal in diese Persönlichkeitsentwicklung die Stufe weiterzugehen, so verstehe ich diese Positionierung. Damit haben viele Leute ein Problem, dass ich das kann oder dass ich diese Potenziale entwickeln kann. Das ist mir noch bekannt geworden. Und von daher habe ich auch meinen eigenen Blick in mich rein komplett verschärft. Diese Erkenntnis ist einfach wunderbar und wunderschön. 

Stefan Hund: [00:09:58] Wenn du von so einem Schweiger-Wochenende einen Film drehen solltest, was käme da auf dieses Werbeplakat für diesen Film, wenn er in die Kinos käme und wie es der Titel? 

Sarah Lindner: [00:10:13] So einen Kinofilm, so einen Hollywood Blockbuster? 

Stefan Hund: [00:10:20] Vielleicht Hollywood… 

Sarah Lindner: [00:10:24] Solche Filme habe ich bisher noch nicht gedreht. Aber wenn ich so einen Film drehen würde, würde es irgendwas zu tun haben mit meinem Thema. „Werde Regisseuren am eigenen Leben“. Ich habe immer das Leben von anderen aufgenommen. Jetzt ist es Zeit den Leuten noch zu sagen: Nimm dein Leben selbst in die Hand! Viele Menschen reisen sehr viel im Aussen. Sie sind unterwegs, machen tolle Entdeckungen, machen super Erfahrung haben Erlebnisse: Bergsteigen, Klettern, Fallschirmspringen wie auch immer. Das sind alles so tolle äußere Erlebnisse. Der Film wird schwierig sein zu drehen, aber diese Innenwelt den Leuten zu zeigen, dass du in dir drin eigentlich die beste Erlebniswelt hast, die du jemals haben kannst. Wenn man das rausbringt, wäre der Titel so: statt der Reise ins äußere… 

Sarah Lindner: [00:11:17] „Die Reise ins Innere“ – Ins versteckte Innere, die geheime Kraft der versteckten inneren Visionen“, also so etwas in der Art. Schwierig, so total schnell kreativ zu sein, aber sowas würde ich gerne machen, weil es geht ja bei Filmen immer um eine Entwicklung. Es geht damit darum, dass du einem Held begleitest auf einer Reise. Selber natürlich den Held, ja in Höhen und Tiefen begleitest. Das was du für dich in deinen Gefühlen nachvollziehst. Und ich glaube, das kann jeder sehr gut erleben, der man Menschen gesehen hat, der eine sehr große innere Reise gemacht hat, was da wirklich mit ihm passiert. So ein Film, das ist schon interessant. 

Sarah Lindner: [00:11:58] Zumal eine Erfahrung aus der Begleitungen ist: Jeder hat ja quasi intern seine Bilder, seinen Film, mit dem er natürlich auch immer wieder nach-lebt und dem Moment, wo ich natürlich da quasi meinen inneren Regisseur habe, dann kann ich im Endeffekt auch eine gewisse Art von Wirklichkeit gestalten. 

Sarah Lindner: [00:12:27] Du hast so viele Möglichkeiten, wenn du wirklich weißt, dass du selbst was in die Hand nehmen kannst und dein Leben selbst gestalten kannst und nicht nur jemand bist, der anderen ausgeliefert ist. Ja häufig gibt es Opferhaltung. Alle anderen sind schuld und was mir passiert ist. Wenn du wirklich den Menschen zeigst, was für eine unheimliche Kraft sie haben, wenn sie selbst was in die Hand nehmen. Immer im Einklang mit dieser Energie, da es immer in einer guten Richtung, einen guten Fluss in eine Richtung und nicht gegen den Schuss, gegen die Strömung, sondern im Fluss. Wenn du das einmal so erlebt hast. Es hört sich sehr spirituell an. Aber das ist so, wenn du etwas Gutes tust, Du kannst nur Erfolg haben. So, das den Leuten nahezubringen … Und das fängt bei dir selbst an. Es fängt mit dem Blick in dein Inneres an. 

Sarah Lindner: [00:13:18] Zum Beispiel kannst du so etwas erfahren, wenn Du schweigst und so mal zur Ruhe kommst. Das schaffst du nicht, wenn du nur getrieben bist von außen. 

Stefan Hund: [00:13:30] Wem empfiehlst Du so ein Schweigeseminar bei mir? 

Sarah Lindner: [00:13:32] Zwei verschiedenen Gruppen würde ich das sofort empfehlen. Einerseits Unternehmer, die vielleicht sehr, sehr, sehr erfolgreich sogar sind, aber irgendwie das Gefühl haben: Da ist noch was. Da ist noch was in mir drin, das will noch raus. Irgendwie hab ich noch ein Potenzial. Ich will mal wissen, was das ist. Ich möchte mal nicht immer nur das machen, was der Markt vielleicht erfordert, sondern ich möchte mein eigenes Potenzial komplett rausholen. Das erlebe ich häufig. Ich erlebe es häufig, dass Menschen erfolgreich sind mit einer Sache, aber ich weiß, dass ihr Herz noch für etwas anderes schlägt. 

Sarah Lindner: [00:14:09] Das ist aber häufig etwas für die, die Angst haben, wird denn das vom Markt akzeptiert, werde ich damit Erfolg haben. Und du hast immer Erfolg, wenn du das was dein Herz dir sagt! Das ist einfach so… Das würde ich denen empfehlen zu dir zu gehen und danach eine Positionierung Beratung vielleicht zu machen. 

Sarah Lindner: [00:14:29] Das andere ist: Ich glaube es wäre auch interessant aber für Paare, für Paare vielleicht. Ja. Man redet ja in einer Partnerschaft manchmal findet man zu viel. Meistens redet man zu wenig. Dieses Thema Kommunikation, da denken wir immer nur an reden. Aber es gibt ja auch ganz viel Kommunikation über Gefühle, über Dinge die man anders ausdrückt. Und wenn du vielleicht ein Schweigen zusammen bist, könnte es ja durchaus sein, dass da auch mal was zum Vorschein kommt worüber man später reden kann, aber das du dann nochmal ganz anders über deinen Partner und über dich nachsiehst. Das finde ich glaube ich auch gar nicht so verkehrt. 

Stefan Hund: [00:15:11] Das hatten wir auch schon, wo wir wirklich gemerkt haben oder wo ich auch die Rückmeldungen bekommen habe: Das hat uns nochmal deutlich mehr zusammen gebracht. Teilweise als Paar, teilweise auch als zwei unterschiedliche Firmen oder Bereiche. 

Sarah Lindner: [00:15:29] Da kommt ganz schön viel an die Oberfläche, wenn man es zulässt. Die meisten haben Angst davor. Manchmal kommen ja auch Sachen, die man an sich selber nicht mag. Irgendwelche alten Gefühle aus dem Verstand. Von früheren negativen Erfahrungen… Aber, es ist schön, wenn man lernt dass das eine Vergangenheit ist und dass man das Loslassen darf und kann. 

Sarah Lindner: [00:15:50] Und das, wenn einen bei anderen Leuten irgendwas stört, dass das meistens nur eine Reflektion ist, von dem was du selbst trägt. Und wenn das Schweigen eventuell die eine oder andere Sache hochkommt, dann schreibst Du es dir auf und redest danach ohne negative Gefühle, also ohne Kritik und ohne Angriff und ohne Vorurteile mit deinem Partner drüber. Echt, das trägt sowas auch nochmal zur Bereinigung bei, zur Klärung und ist immer schön finde ich. 

Stefan Hund: [00:16:18] Oder An dieser Stelle ist gibt es auch Paar-Gespräche, „die Auszeit vom Schweigen, um dann für beide“ zu sorgen. Und manch einer fragt,was ist denn der beste Zeit (für ein Schweigeseminar). 

Sarah Lindner: [00:16:34] Also diese Frage würde ich, genauso wie in meinem Geschäft: Wann ist der beste Zeitpunkt – irgendwie los zu starten mit einer neuen Positionierung? Würde ich so beantworten: Mach es dann, wenn du meinst, JETZT ist es irgendwie was. oder, da muss ich mal drüber nachdenken, ich brauch meinen Abstand. Ich hab das Gefühl, es wäre gut. Es würde mir guttun. Wenn du das Gefühl hast, dann hör auf dieses Gefühl und warte nicht so lange, weil danach setzt dann wieder der Verstand ein und in paar Stunden später… Und dann sagt er Dir: ja, brauche ich das wirklich im Moment, ist doch Blödsinn … und kann ich später noch machen, ist ja gar nicht so wichtig. Und so weiter und dann verschieben sich mir gerade die wichtigen Dinge. 

Sarah Lindner: [00:17:13] Die verschieben wir doch alle im Leben meistens auf irgendeinen anderen Zeitpunkt, weil das meistens die Dinge die nicht sofort dringend sind, die aber wichtig sind … und dann wandern die von der einen Liste wieder ins nächste Jahr, wie der nächste Vorsatz… 

Sarah Lindner: [00:17:25] Mach es dann, wenn dein Gefühl sagt, das ist ja gut, melde, melde Dich doch sofort an. Finde ich, weil ganz ehrlich:. 

Sarah Lindner: [00:17:31] Es ist weder besonders teuer. Es ist ein Investment in Dich und deine Persönlichkeitsentwicklung. 

Sarah Lindner: [00:17:35] Noch ist es irgendwie besonders schwierig. Du brauchst keine Vorbildung. Du kannst direkt anfangen. Mach! Also würde ich sagen. 

Sarah Lindner: [00:17:43] Ich fand es toll mit Dir. Mir hat das wirklich viel weiter gebracht, auch was man in Geld nicht messen kann. Persönlichkeitsentwicklung kannst du nicht immer sofort in Geld messen, aber du fühlst es ja, du spürst, du bist, Du bist jemand anders geworden. Darum würde ich sagen, melde ich an, wenn du das Gefühl hast. Doch das wäre mal gut für mich. 

Stefan Hund: [00:18:06] Dann bin ich mal gespannt, wann wir beide das nächste mal zusammenarbeiten. Da hab ich auch schon die Idee. 

Sarah Lindner: [00:18:12] Cool und macht Spaß mit Dir, ja weil ich glaube, wir ergänzen uns sehr gut, wir beide, mit unseren Charaktereigenschaften. 

Stefan Hund: [00:18:25] Ich denke, dass es aber auch etwas was grundsätzliches ist bei den Menschen, die bei mir beim Schweigen sind. Es sind Menschen, die haben einen besonderen Wertekanon. Das muss nicht unbedingt ein christlicher sein, aber es ist ein gefestigter Wertekanon, der offen ist für alle anderen und dementsprechend sich selbst was Gutes tun kann. Und ich glaube, in dem Moment, wo wir einfach wirklich jeder mit jedem wertvoll aufeinander zugehen kann, dann haben wir schon ganz viel erreicht und wenn wir das noch weiter ausbauen kann. Auch mit Schweigen die Stellen hingucken kann, wo es vielleicht auch wehtut und dann nicht mehr weh tut. 

Sarah Lindner: [00:19:10] Ich hoffe, dass viele Leute sagen: Mann, das lohnt sich mal das zu machen und einfach mal ausprobieren! Und selbst wenn sie danach sagen, das hat mir ja nichts so viel gebracht, wie ich mir erwartet habe. Das ist das Allerschlimmste, was passieren kann. Ich würde fast eine Wette eingehen und sagen: Das bringt jeden etwas. 

Sarah Lindner: [00:19:27] Also von daher wünsche ich mir, dass wirklich viele Leute sagen: Ich probiere es aus. Der Stefan Hund, der hört sich sehr nett, interessant, und sympathisch an. Das möchte ich dir noch mit auf den Weg geben. 

Stefan Hund: [00:19:44] Herzlichen Dank, liebe Sarah Lindner