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Was ist mein Auftrag?


In diesem Jahr hatte ich in der Karwoche bis zum Osterdienstag das Notruf-Telefon der Klinikseelsorge. Wenn dieses klingelt, gerade in den Sonderzeiten wie Nachts oder am Wochenende ist es erst einmal wichtig zu klären, mit welchem Auftrag ich angefragt werde.
Ist es ein Notfall – d.h. das Thema Sterben und Tod sind betroffen – oder ist es eine Situation, wo meine Kollegen oder ich auch am nächsten Tag kommen können.

Hier müssen wir als Klinikseelsorger eine klare Linie ziehen, denn ein Ja zu einer Situation, wo wir dann vor Ort sind, bedeutet ein NEIN gegenüber einem anderen Patienten, wo wir nicht kommen können. Immerhin sind wir – in den Notzeiten – als Einzelne(r) für eine Großklinik und zwei mittlere Krankenhäuser, ein kirchliches Altersheim und ein Hospiz zuständig.

Neben vielen professionellen Kompetenzen, einer Zugewandtheit zu den Menschen und einer eigenen Erdung – ist Gelassenheit in diesem Moment sehr wichtig… denn wir kommen schon in aufregende Situationen und dann ist es gut, wenn wir Ruhe und Klarheit anbieten können…. und dann ist auf einmal sehr viel möglich.

In dieser Episode erzähle ich (wie Immer verfremdet) von zwei unterschiedlichen Einsätzen. Als Klinikseelsorger erleben wir auch am Einsatzort, dass es wichtig ist, dass wir da sind –  aber zwischen unserer Alarmierung und dem was wir konkret vorfinden, gibt es manchmal auch eine Auftragsverschiebung. Im ersten Fall wurde mir gesagt, dass der Patient mich braucht – nachher war es aber der Sohn, im zweiten Fall eine Mischung aus Patientin und Enkel…

 

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Wie sieht der Einsatz rund um die Stille Geburt aus?

Wenn wir kommen, wollen wir die Extrawurst

Helga Schmidtke erzählt, wie sie für einen Einsatz verständigt wird. Klar ist für sie, dass eine Familie im Fall der Fälle eine Vielzahl unterschiedlicher Professionen braucht. Hier ist ein gutes Netzwerk und auch die Zusammenarbeit mit der Klinikseelsorge wie auch den Bestattern und den Mitarbeitern des Friedhofsamtes wichtig.

 

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Helga Schmidtke,

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Frauen trauern anders – Männer auch

Helga Schmidtke – Initiatorin vom Sternenkinderzentrum Odenwald e.V.

In der Regel hat insbesondere der Mann auch keine Zeit zum Trauern, da er direkt wieder in den Job geht / gehen muss. Auf der anderen Seite, auch wenn auch grobschnittig gezeichnet, so Schmidtke, ist es der wichtige Beitrag des Mannes, um für die Familie zu sorgen. Das ist, so Helga Schmidtke, auch gerade seine Wertschätzung für die Frau auszudrücken – es ist nicht, wie ihr vielfach in der Arbeit mit Frauen begegnet, die ängstliche Vermutung, er würde sie jetzt nicht mehr lieben und wegrennen, im Gegenteil – es ist, so Schmidtke, ein Liebesbeweis.

„Sexualität in der Trauerarbeit ist ein Riesenthema“. Natürlich kann und will Schmidtke nicht pauschalisieren, aber: „Männer machen ganz viel Trauerarbeit über die Sexualität, weil sie sich einfach nur so spüren können.“ Wenn Männer Trauer nicht spüren können, gehen sie, so Schmidtke über die Sexualität in die Trauerarbeit. In der Kommunikation mit den Frauen kommt es aber in diesem Moment zur größten Irritation: „Wir haben gerade unser Baby tot geboren und wie kann der jetzt an Sexualität denken…“ – Er denkt jetzt an nichts anderes. Schmidtke versteht das noch als eine viel tiefere, intensivere Kommunikation der Männer – und wahrscheinlich, so ihre Vermutung, können das die Frauen in diesem Moment gar nicht zulassen. In ihren Trauergruppen thematisiert sie das darum deutlich. Denn auf der anderen Seite, so ihre Erfahrung, ist ein Aspekt der Wahrnehmung bei den Frauen: Am Ende der lebensbejahenden Sexualität kommt ein totes Kind. Und in diese Situation will ich als Frau nicht mehr kommen… Hier mache ich „Prophylaxe“ und lasse erst mal keine Nähe zu. Das wiederum irritiert in der Kommunikation die Männer. Mehr noch, auch ich als Mann habe dazu beigetragen… was gleichzeitig noch mehr Abstand bedeutet. Daraus folgert Schmidtke: Auch Männer brauchen Begleitung – und das keinesfalls (!) von Frauen. Sie fordert mehr Männer in der Trauerarbeit und in der Unterstützung von Männern im Trauerprozess. In ihrem Sternenkinderzentrum ist monatlich ein Angebot von einem Mann nur für Männer – „und in dieser Zeit ist da frauenfreie Zone“. Letztlich ist das für Schmidtke ein Beitrag zum besseren Verständnis zwischen den Geschlechtern.

Sternenkind – ohne Papa – Das kann viele Gründe haben, im Folgenden werden einige aufgezählt. Ein Teil, so ihre Erfahrung geht auch, weil sie schlichtweg von der Situation überfordert sind, es gibt aber auch Beziehungen, die gingen in der Schwangerschaft in die Brüche und jetzt, nach der stillen Geburt, kommt es wieder zu einer Annäherung, die für beide Partner Schwerstarbeit bedeuten. In der Regel ist der Focus nur auf den Müttern, aber zu Recht fragt Schmidtke, dass es da ja neben den Eltern möglicherweise noch viel mehr Beteiligte gibt, die sich auf das Kind gefreut haben. – Großeltern, Geschwister, Paten – auch sie sollten das Kind kennenlernen, um es verabschieden zu können.

 

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Helga Schmidtke,

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Jede 3. Frau erlebt die Situation, dass eine begonnene Schwangerschaft …

Helga Schmidtke sagt, dass jede 3. Frau, mindestens einmal im Leben eine begonnene Schwangerschaft (Sie definiert Schwangerschaft mit dem Zeitpunkt der erfolgreichen Befruchtung) nicht wie erwartet mit einem lebenden Kind, was zwei Jahre und älter wird, beendet.

In früheren Generationen wurde dies nicht thematisiert, das verändert sich aber langsam.

Bisweilen werden unbewusst Erwartungen gegenüber dem älteren, nicht (mehr) lebenden, Geschwister auf mindestens ein jüngeres übertragen. Manchmal übernehmen Geschwisterkinder (unwissentlich), Aufgaben oder Funktionen des Älteren – das hat teilweise massive Folgen für das eigene Leben. Dies ist auch in Seelsorge und Coaching, so Stefan Hund, häufig auch Jahrzehnte später, ein Thema. Vermutbar oft auch erkennbar werden diese Kostellationen meist in einer Aufstellungsarbeit, so Hund. Hier kann in der persönlichen Zusammenarbeit geholfen werden, aber bis dahin sind schon viele schöne Jahre ins Land gegangen.  Auch die gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Kosten dieser Tabuisierung sind nicht zu unterschätzen.

Nach dem Verlust eines Kindes in der Schwangerschaft „ticken“ Männer und Frauen sehr unterschiedlich, so Schmidtke. Männer und Frauen trauern sehr unterschiedlich. Dabei kommt es häufig zu Kommunikationsproblemen, weil insbesondere die Männer nicht so trauern, wie es die Frauen erwarten. Während die Frauen, so die Schmidtke, sehr viel reden müssen, machen es die Männer oft mit sich selbst aus.  Die Männer müssen die Trauer im wahrsten Sinne des Wortes „verarbeiten“ – sie müssen was tun – wie „Holz hacken“. Männer muss man in Trauersituationen ins Handeln bringen, sie neigen sonst in die Betäubung zu gehen. Arbeit, Sport oder auch Alkohol. Schmidtke meint, dass es Männer oft gar nicht gelernt haben zu trauern. („Ein Indianer kennt keinen Schmerz“)- Dazu kommt, sie können es oftmals gar nicht zeigen – erst recht nicht unter Männern im beruflichen Kontext.

 

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Helga Schmidtke

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Helga Schmidtke, Sternenkindzentrum Odenwald

Teil 1von 4:

Wer ist Helga Schmidtke, die Frau hinter diesem wichtigen Projekt?

Helga Schmidtke, Initiatorin und Leiterin des Sternenkinderzentrums an der hessischen Bergstraße.

Die 45-jährige ist vom Grundberuf Krankenschwester. Vor 8 Jahren begann sie mit dieser Arbeit und hat heute vornehmlich „Sternenkinderfamilien“ im Blick. Persönlich bezeichnet sich die leuchtend Rothaarige als eine suchende und gerne lebende Person. „Diese Arbeit ist für mich ein Weg INS Leben.“ „der sie feiner getaktet für die kleineren Dinge des Lebens macht.“

Am Anfang stand im Freundeskreis ein schwerstpflegebedürftiges Kind. Sie wurde angefragt zu helfen, sei spricht über das Für und Wider…- bis sie dann ins beruflich eiskalte Wasser sprang – Ihr Mann Michael trug diese Entscheidung in den unterschiedlichen Facetten mit, wie sie beschreibt. Den Anstoß zum Sternenkinderzentrum bekam sie dann in der Zusammenarbeit mit einer Sternenkind-Fotografin. Hierbei erlebte sie, dass ihre Arbeit für diese betreffenden Familien heilsam war und ist.

Sternenkinder (alias Schmetterlings- oder Regenbogenkinder) sind Kinder, die entweder tot geboren werden oder kurz darauf sterben. Von einer „stillen Geburt“ wird gesprochen, wenn kein Kindsschrei zu hören ist. In aller Regel ist das auch für die betroffene Frau und ihr Umfeld eine emotional extrem belastende Situation.

Schmidtke spricht die Änderung von 2013 im Personenstandsgesetz an. Geborene Kinder ab einem Gewicht von 500g müssen im Personenstandsregister erfasst und auch beerdigt werden – unter 500g – und das war ein Durchbruch: können die Geburten auf Antrag in diesem Register beurkundet und die geborenen Kinder bestattet werden. In der Regel wird diese Bestattung als Sammelbestattung über die entsprechende Klinik in Zusammenarbeit mit der Klinikseelsorge organisiert, alternativ kann hier bereits eine Zusammenarbeit mit dem Sternenkinderzentrum – von denen es in unterschiedlicher Ausprägung inzwischen eine Vielzahl in Deutschland gibt, begonnen werden.

Kritisch sieht Schmidtke die sogenannte „3-Monats-Regel“ – erst dem Umfeld nach Ablauf dieser Frist etwas von der Schwangerschaft zu erzählen. Denn, so die zweifache Mutter, die Frau war schwanger, hat das werdende Kind verloren, kann aber mit niemandem darüber sprechen – zumal es auch im Vorfeld nicht kommuniziert worden ist. Und doch, man kann nicht nicht kommunizieren.

 

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Helga Schmidtke,

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P-K035: Interview Ethik-Komitee Teil 2


Gespräch mit dem aktuellen Vorsitzenden des Ethik-Komitees am Klinikum Darmstadt GmbH, Herrn Dr. med. Andreas Lenhart und seinem Vorgänger in diesem Amt, Herrn Pfarrer i.R. Thomas Ortmüller.

Patientenverfügung: Anstatt einer Patientenverfügung mit Textbausteinen aus dem Internet, so Thomas Ortmüller, ist es wichtig, möglichst ausführlich zu beschreiben und dies auch mit seinem Umfeld zu kommunizieren, dass man z.B keinesfalls zu einem dauerhaften Pflegefall werden möchte. Und damit verbunden bewusst und ausdrücklich (schriftlich) auf eine lebenserhaltende Maßnahme verzichtet. In der Fachliteratur ist dieser Bereich mit dem Stichwort „Lebensqualität“ verbunden, was aber als solches auch ein schwieriger Begriff ist.

Als Pfarrer im Ethik-Komitee: Natürlich, so Ortmüller, habe er als ev. Pfarrer seine ethische Positionierung. Aber in unserer pluralen Welt gilt es, diese mit einander in den Dialog zu bringen und nicht wie eine Monstranz vor sich her zu tragen. Vor allem aber auch: Es geht dabei nicht um richtig oder falsch, sondern: um Angemessenheit oder Unangemessenheit gegenüber KONKRETER Person und Situation. Auch ist es wichtig, dass das Ethik-Komitee den behandelnden Arzt mit einem vielseitigen Dialogprozess unter Einbeziehung aller Beteiligten unterstützt, am Ende der Beratungen steht eine Empfehlung. Die Entscheidung über die richtige Maßnahme liegt alleine beim behandelnden Arzt.

Was ist aus Sicht des behandelnden Arztes eine gute, d.h. gut brauchbare Patientenverfügung? Dr. Lenhart rät den Menschen grundsätzlich bereits in den guten Zeiten miteinander ins Gespräch zu kommen. Dann kann klarer mit einander besprochen werden, was gewollt ist, wenn der Betroffene in die eine oder andere Situation kommt. Als Ärzte wünschen wir uns, dass dann möglichst sehr deutlich geschrieben ist, was passieren soll, wenn…

Es ist ein großer Fortschritt seit 2010, dass Patientenverfügungen abgefasst werden können und auch Gültigkeit haben. Allerdings, und da beginnt die Crux, dass der Gesetzgeber erwartet, dass die entsprechenden Situationen, in denen die Patientenverfügung Anwendung finden soll, so genau wie möglich beschrieben werden soll. Ein Ziel ist, selbstbestimmt zu leben, auch wenn man in diesem Moment nicht wirklich, sondern nur vermittelt, handeln kann.

Allerdings, angesichts des medizinischen Fortschritts zeigt sich hier auch ein strukturelles Defizit: Es können nicht alle medizinischen Fälle beschrieben bzw. vorweggenommen werden.

In diesen kritischen, oft unter Zeitdruck sich abspielenden Überlegungen ist die Kommunikation aller miteinander das A und O. Dann, so seine Erfahrung, lassen sich immer gut vertretbare ethische Wege gemeinsam finden.

Wie weit hat Sie jeweils die Arbeit im Ethik-Komitee als Person geprägt oder auch verändert?
Ein wichtiger Moment, der die Mitarbeit im Ethik-Komitee für Pfarrer Ortmüller ausgelöst hat, ist, dass er die Arbeit von Ärzten und Pflegepersonal sehr viel differenzierter und mit mehr Respekt sieht, gerade im Angesicht dieser Entscheidungen. Als Mensch sieht er hier noch einmal mehr wie wichtig Vertrauen ist und das gut im Gespräch zu sein.
Für Dr. Lenhart ist es, immer wichtiger geworden, dass neben den medizinischen Kenntnissen immer mehr das Thema der Gesprächsführung und der Begleitung in den Vordergrund gerückt ist. Und das kann man lernen. Die Arbeit im Ethik-Komitee sieht er auch als Möglichkeit, den jungen Kollegen hier ein Handwerkszeug, eine Kultur, eine neue Denkdimension zu eröffnen und weiterzugeben. Seine Vision geht in Richtung einer Gesamtschau auf den Menschen und nicht nur die reine medizinische Fokussierung.

Herzlichen Dank für das Gespräch

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P-K-32 – Interview mit Militärbischof Dr. Sigurd Rink – Teil 3


Wenn Soldaten bei Unfällen oder Einsätzen ums Leben kommen, dann unterstützen, wenn gewünscht, Militärpfarrer. Dies geschieht an mehreren Stellen: a) vor Ort bei der Truppe im Einsatz, einerseits für den Verstorbenen, andererseits in der Begleitung der hinterbleibenden Kammeraden. b) Wenn von Verstorbenen und Familie gewünscht: Der Militärpfarrer begleitet die Hinterbliebenen und organisiert und leitet auch in Kooperation mit den staatlichen Stellen, ggf.in Absprache mit den Medien, die Beerdigung. Hier wirken häufig zwei Militärgeistliche zusammen, der eine leitet die Beerdigung, der andere begleitet die Familie. c) Begleitung am Truppenstandort.

Das ist ein Arbeiten auf der Grenze, in Formen von „riskanten Liturgien“ – ähnlich wie bei großen Ereignissen in Deutschland z.B. auch nach ICE-Unglücken oder Amok-Läufen. Hier kann Kirche eine Beheimatung ermöglichen.

Der MB arbeitet auf der Nahtstelle zwischen Kirche und Staat / Bundeswehr im Besonderen. Gerade aus dieser Perspektive plädiert Rink dafür, dass Kirche zu den Menschen rausgeht, sich nicht zurückzieht, sondern dahin geht wo es weh tut, wo es schmerzt. Hier geht es um etwas!

Militärseelsorge 2040: Das ist Kirche im öffentlichen Raum, da muss Kirche sein – da, wo es Menschen weh tut und sie als der „Eine Andere“ unterstützt.

 

Herzlichen Dank

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P-K-32 -Interview: Dr. Sigurd Imanuel Rink, The Protestant Military Bishop (EKD) 3of3

Soldiers of the German Armed Forces (Bundeswehr) are also loosing their lives during deployments or in accidents. This is a very important field of support for military chaplains. This starts directly on-site where the soldier lost his or her life – and it is the spiritual accompaniment of the surviving dependents. After convicting the defunct person the family gets the offer of pastoral care if wanted. This takes place in cooperation with governmental and employers care. When the place of death is a deployment abroad it often goes along with heavy media coverage. Then military pastoral care comes to the edge and work for the military chaplain gets difficult in forms of “risky liturgies” similar to major incidents like ICE catastrophe or shooting rampage.

The military bishop works as an interface between church and state (Bundeswehr). Looking at it from this perspective Rink pleads that church has to go to where the people are and does not withdraw. Church has to go where it hurts and where it counts!

Military pastoral care 2040: This is church in the public space. There church must take place, must support people where they need it.

 

 

THANK YOU!

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Dr. Sigurd Immanuel Rink

Der Militärbischof – Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)

Jebensstraße 3
10623 Berlin

Internet:http://www.militaerseelsorge.bundeswehr.de Email: heike.stenzel@hesb.de

 

 

 

P-K-31 – Interview mit Militärbischof Dr. Sigurd Rink – Teil 2

„Seelsorge muss dahin gehen – dort sein, wo es schmerzt und weh tut“ und das sind existentielle Krisen. Hier wird Seelsorge gebraucht und gefragt, das ist in der Klinikseelsorge nicht anders.

Für viele Soldaten macht folgende Beschreibung einen guten Militärgeistlichen aus: Es braucht den „Menschen mit dem offenen Ohr, der mich nicht beurteilt, der nicht in der Berichtspflicht steht und mit dem das Gespräch absolut vertraulich ist.“

In Seelsorge und Verkündigung stehen die Militärgeistlichen unter dem Schutz des Militärbischofs. Die im (kirchlichen) Seelsorgegeheimnis liegende besondere Qualität wird auch von Seiten des Verteidigungs-Ministeriums anerkannt, auch wenn es immer wieder zu Konflikten kommt.

Von Seiten der evangelischen Militärseelsorge gibt es PTBS-Traumahilfe sowohl für die Soldaten als auch für deren Familien. Etwa 1.000 Personen werden hier jährlich begleitet. Auch hier gilt: „Wer Hilfe braucht, bekommt sie.“ Näheres erfahren Interessierte über ihren Standortpfarrer.

Eröffnet Militärseelsorge Soldaten aus den östlichen Bundesländern eine Tür zu Glaube und Kirche? Der Pfarrer begleitet die Menschen auf Grund ihrer Bedürfnisse, die Frage nach der Kirchenzugehörigkeit ist nachrangig.

Militärseelsorge wird entsprechend der freien Religionsausübung angeboten. Damit ist mittelfristig auch politisch die Frage nach muslimischer Militärseelsorge für die rund 1.500 Soldaten gestellt.

 

P-K-31 -Interview: Dr. Sigurd Imanuel Rink,            The Protestant Military Bishop (EKD) 2of3

“Pastoral care has to go where it hurts, where the pain is” and these are existential crisis. Here pastoral care is needed – like in pastoral care in clinics. For soldiers the main feature of a military chaplain is: having a sympathetic ear, not judging and treating all conversations confidential.

In pastoral care and propagation all military chaplains act under legitimate protection of the military bishop and the ordained ministry and are not subordinated to the hierarchical structure of the Ministry of Defence. The quality of military pastoral care comes from the absolute pastoral secrecy although that causes conflicts frequently.

The protestant military pastoral care offers a posttraumatic stress disorder aid. They give spiritual counsel to more than 1.000 persons a year. It counts: “Someone who needs help will get it!” Interested parties get further information from their garrison chaplain.

Does military pastoral care open a door to faith and church for former East-Germans? The chaplain is taking care for all people who desire it. The membership in the church is secondary. Military pastoral care is being offered independently from religious observance. The question to offer it also for Muslims is present.

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Dr. Sigurd Immanuel Rink

Der Militärbischof – Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)

Jebensstraße 3
10623 Berlin

Internet:http://www.militaerseelsorge.bundeswehr.de Email: heike.stenzel@hesb.de

P-K-30- Interview mit Militärbischof Dr. Sigurd Rink  1v3


Dr. Rink (*1960) ist seit 2014 der Bischof für die Seelsorge bei Soldatinnen und Soldaten. Sein Amtssitz ist Berlin. Er besucht regelmäßig Soldaten an allen über 100 Standorten weltweit.

Seelsorge bei der Bundeswehr gibt es seit Beginn an. Militärgeistliche (m/w) sind einerseits als Pfarrer ordiniert und haben somit Schweigepflicht zu allem, was sie von Soldaten (m/w) in der Seelsorge erfahren. Andererseits sind sie Bundesbeamte im Blick auf die Geheimhaltungspflicht im militärischen Sinne.

Der Geistliche bei der Bundeswehr hat Zugang zu allen Hierarchieebenen und entsprechende Vortragserlaubnis. Er hat bewusst keinen eigenen militärischen Rang. Dahinter steht die Idee: Es ist immer ein Gespräch auf Augenhöhe – er „hat“ also immer im Rang seines jeweiligen Gesprächspartners. Dem Gefreiten ein Gefreiter, dem General ein General…

Viele Tätigkeiten sind ähnlich wie im Gemeindepfarramt, Taufen, Trauen, Bestattungen und Schule (Lebenskundlicher Unterricht). Der eindeutige Schwerpunkt ist jedoch die Seelsorge.

Ein Themenbereich ist das Alltägliche. Aber, besonders bei Auslandseinsätzen, angesichts von Verletzung und Tod stellen sich Soldaten die Frage nach der Sinnhaftigkeit ihres Tuns.  Was trägt in diesen Situationen mein Leben.  „Not lehrt Beten“ ist dabei eine menschliche Erfahrung. Hier ist es gut, dass es die Seelsorge für die Soldatinnen und Soldaten gibt.

 

P-K-30 Interview Dr. Sigurd Rink, Protestant Military Bishop

Since 2014 Dr. Sigurd Rink is the military bishop and responsible for the pastoral care of all soldiers in the German Armed Forces (Bundeswehr). He is visiting the troops in more than 100 garrisons all over the world.

Pastoral care is been established in the German Armed Forces since their formation. Military chaplains (m/f) on one side are ordained as pastors and on the other hand they are federal civil servants committed to the government, especially in terms of loyalty and obligation to confidentiality.

The chaplain of the German Armed Forces has direct access to all hierarchical levels and has also the right to recitation. Consciously he is not holding a military rank, which is generally interpreted as being at eye level with all his conversational partners.

Many of his activities are similar to the civil parish office like baptizing, wedding, funerals or religious education at schools. But the focus is on pastoral care on-site in garrisons and during deployments abroad. There, when soldiers are directly confronted with injury and death they ask themselves the question of meaning regarding their duty and what really matters in life. “Distress teaches praying” qualifies as for everybody regardless of an ecclesial socialization. Here it is a gain offering pastoral care for soldiers.

 

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Dr. Sigurd Immanuel Rink

Der Militärbischof – Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)

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P-K-28 Neues aus der Klinikseelsorge trifft Dr. Eckart von Hirschhausen

Humor und Klinikseelsorge sind im Krankenhaus wichtige Faktoren im Blick auf die Begleitung der Patienten.

  • Mit dem Jahreswechsel 2017 auf 2018 geht das Projekt „Neues aus der Klinikseelsorge“ als Studienprojekt zu Ende. Aber keine Sorge – der Podcast geht im 2-wöchigen Turnus weiter.
  • Dr. Eckart von Hirschhausen ist für mich der Meister des Humors im Blick auf Gesundheit. Und so habe ich ihn um ein Interview gebeten. Ich erhielt von ihm eine freundliche Unterstützungsmail und das Angebot frei aus seinen CD-Veröffentlichungen ein fiktives Interview zusammenzustellen, welches ich ihm nach Veröffentlichung zusende. Herzlichen Dank – auch gerade für dieses Vertrauen!

    Eines seiner großartigen Projekte ist die Stiftung „Humor hilft Heilen“

    Vor 10 Jahren starteten hier die Clowndoktoren für Kinder. Heute erreicht Dr. v. Hirschhausen und die vielen Engagierten  damit Kranke jeglichen Alters und macht etwas, was „Deiner Seele GUTtut“.

    Themen in diesem fiktiven Interview, was ich sehr gerne live mit Dr. v. Hirschhausen geführt hätte – vielleicht gibt es ja eine Fortsetzung ? sind:

    1. Humor hilft heilen – wie auch die Klinikseelsorge – machen den Patienten spezifische Angebote – die Auswahl trifft der Patient.
    2. Manchmal ist es genau das Überraschungsmoment, welches bei Patienten eine Verbesserung ihrer Situation auslöst
    3. Wir sehen die Welt nicht so wie sie ist – sondern wie wir sind. Und hier können wir etwas tun…
    4. Wunder kann sowohl der Pfarrer als auch der Mediziner erleben.
    5. Heilung kommt nicht nur aus den Operationen und den verabreichten Medikamenten, sondern auch aus Nähe, Zeit haben, Wohlwollen und auch aus Glaube, Hoffnung und Liebe – inklusive Gebet und Segen.

    Mehr Informationen über Dr. Eckart von Hirschhausen finden Sie, in allen seinen Veröffentlichungen, oder auf seinem Internetportal: www.hirschhausen.com
    Die Stiftung Humor hilft heilen finden Sie hinter diesem Link. Hier haben Sie auch eine Spendenmöglichkeit.

    „Neues aus der Klinikseelsorge“ wünscht Ihnen und Ihren Lieben ein gesundes und gesegnetes 2018

    Seien Sie herzlich gegrüßt
    Ihr
    Stefan Hund
    © Stefanhund.com 2018