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P-K-045-Interview mit dem Ökumenischen Besuchsdienst (Grüne Damen / Grüne Herren) Teil 3/3


Aus dem Inhalt

  • Besuchsdienst ist eine Bereicherung für die Ehrenamtlichen, die sie mit nach Hause nehmen …
  • Die Dankbarkeit der Patienten, dass man zugehört hat, ist ein großer Lohn
  • Grüne Damen und Herren sind ein kirchl. Angebot. Wie weit spielt Kirche oder Glaube eine Rolle?
  • Es ist ein BESUCHS-Dienst, das entspannt. Und gerade diejenigen, welche am Anfang sehr abweisend waren – sind im Verlauf des Gespräches die Interessiertesten – eine häufige Erfahrung…
  • Sehr hohe Akzeptanz: In 18 Jahren nur zwei mal weggeschickt.
  • Ökum. Besuchsdienst und andere Religionen – Hier kann der Besuchsdienst zum Vermittler werden

(C) Stefanhund.com

Episode hören:

http://podcast-klinikseelsorge.podigee.io/46-podcast-klinikseelsorge-046-der_lohn_des_ehrenamts_gruene_damen-3v3

Ab August/September 2018 wir es wieder einen Ausbildungskurs „Grüne Damen/Herren“ geben. Wenn Sie Interesse haben, rufen Sie bitte die Kolleginnen einfach an:

 

Klinikum Darmstadt GmbH

Katholische Klinikseelsorge – 06151 – 107 – 5640

Evangelische Klinikseelsorge – 06151 – 107 -5641

Was ist mein Auftrag?


In diesem Jahr hatte ich in der Karwoche bis zum Osterdienstag das Notruf-Telefon der Klinikseelsorge. Wenn dieses klingelt, gerade in den Sonderzeiten wie Nachts oder am Wochenende ist es erst einmal wichtig zu klären, mit welchem Auftrag ich angefragt werde.
Ist es ein Notfall – d.h. das Thema Sterben und Tod sind betroffen – oder ist es eine Situation, wo meine Kollegen oder ich auch am nächsten Tag kommen können.

Hier müssen wir als Klinikseelsorger eine klare Linie ziehen, denn ein Ja zu einer Situation, wo wir dann vor Ort sind, bedeutet ein NEIN gegenüber einem anderen Patienten, wo wir nicht kommen können. Immerhin sind wir – in den Notzeiten – als Einzelne(r) für eine Großklinik und zwei mittlere Krankenhäuser, ein kirchliches Altersheim und ein Hospiz zuständig.

Neben vielen professionellen Kompetenzen, einer Zugewandtheit zu den Menschen und einer eigenen Erdung – ist Gelassenheit in diesem Moment sehr wichtig… denn wir kommen schon in aufregende Situationen und dann ist es gut, wenn wir Ruhe und Klarheit anbieten können…. und dann ist auf einmal sehr viel möglich.

In dieser Episode erzähle ich (wie Immer verfremdet) von zwei unterschiedlichen Einsätzen. Als Klinikseelsorger erleben wir auch am Einsatzort, dass es wichtig ist, dass wir da sind –  aber zwischen unserer Alarmierung und dem was wir konkret vorfinden, gibt es manchmal auch eine Auftragsverschiebung. Im ersten Fall wurde mir gesagt, dass der Patient mich braucht – nachher war es aber der Sohn, im zweiten Fall eine Mischung aus Patientin und Enkel…

 

(C) stefanhund.com

Wie sieht der Einsatz rund um die Stille Geburt aus?

Wenn wir kommen, wollen wir die Extrawurst

Helga Schmidtke erzählt, wie sie für einen Einsatz verständigt wird. Klar ist für sie, dass eine Familie im Fall der Fälle eine Vielzahl unterschiedlicher Professionen braucht. Hier ist ein gutes Netzwerk und auch die Zusammenarbeit mit der Klinikseelsorge wie auch den Bestattern und den Mitarbeitern des Friedhofsamtes wichtig.

 

© Stefanhund.com

 

Kontakt:

Helga Schmidtke,

https://www.die-sternenkinderbestatterin.de

(Foto: Privat)

Jede 3. Frau erlebt die Situation, dass eine begonnene Schwangerschaft …

Helga Schmidtke sagt, dass jede 3. Frau, mindestens einmal im Leben eine begonnene Schwangerschaft (Sie definiert Schwangerschaft mit dem Zeitpunkt der erfolgreichen Befruchtung) nicht wie erwartet mit einem lebenden Kind, was zwei Jahre und älter wird, beendet.

In früheren Generationen wurde dies nicht thematisiert, das verändert sich aber langsam.

Bisweilen werden unbewusst Erwartungen gegenüber dem älteren, nicht (mehr) lebenden, Geschwister auf mindestens ein jüngeres übertragen. Manchmal übernehmen Geschwisterkinder (unwissentlich), Aufgaben oder Funktionen des Älteren – das hat teilweise massive Folgen für das eigene Leben. Dies ist auch in Seelsorge und Coaching, so Stefan Hund, häufig auch Jahrzehnte später, ein Thema. Vermutbar oft auch erkennbar werden diese Kostellationen meist in einer Aufstellungsarbeit, so Hund. Hier kann in der persönlichen Zusammenarbeit geholfen werden, aber bis dahin sind schon viele schöne Jahre ins Land gegangen.  Auch die gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Kosten dieser Tabuisierung sind nicht zu unterschätzen.

Nach dem Verlust eines Kindes in der Schwangerschaft „ticken“ Männer und Frauen sehr unterschiedlich, so Schmidtke. Männer und Frauen trauern sehr unterschiedlich. Dabei kommt es häufig zu Kommunikationsproblemen, weil insbesondere die Männer nicht so trauern, wie es die Frauen erwarten. Während die Frauen, so die Schmidtke, sehr viel reden müssen, machen es die Männer oft mit sich selbst aus.  Die Männer müssen die Trauer im wahrsten Sinne des Wortes „verarbeiten“ – sie müssen was tun – wie „Holz hacken“. Männer muss man in Trauersituationen ins Handeln bringen, sie neigen sonst in die Betäubung zu gehen. Arbeit, Sport oder auch Alkohol. Schmidtke meint, dass es Männer oft gar nicht gelernt haben zu trauern. („Ein Indianer kennt keinen Schmerz“)- Dazu kommt, sie können es oftmals gar nicht zeigen – erst recht nicht unter Männern im beruflichen Kontext.

 

© Stefanhund.com – 2018

 

Kontakt:

Helga Schmidtke

www.die-sternenkinderbestatterin.de

 

(Foto: Privat)

Helga Schmidtke, Sternenkindzentrum Odenwald

Teil 1von 4:

Wer ist Helga Schmidtke, die Frau hinter diesem wichtigen Projekt?

Helga Schmidtke, Initiatorin und Leiterin des Sternenkinderzentrums an der hessischen Bergstraße.

Die 45-jährige ist vom Grundberuf Krankenschwester. Vor 8 Jahren begann sie mit dieser Arbeit und hat heute vornehmlich „Sternenkinderfamilien“ im Blick. Persönlich bezeichnet sich die leuchtend Rothaarige als eine suchende und gerne lebende Person. „Diese Arbeit ist für mich ein Weg INS Leben.“ „der sie feiner getaktet für die kleineren Dinge des Lebens macht.“

Am Anfang stand im Freundeskreis ein schwerstpflegebedürftiges Kind. Sie wurde angefragt zu helfen, sei spricht über das Für und Wider…- bis sie dann ins beruflich eiskalte Wasser sprang – Ihr Mann Michael trug diese Entscheidung in den unterschiedlichen Facetten mit, wie sie beschreibt. Den Anstoß zum Sternenkinderzentrum bekam sie dann in der Zusammenarbeit mit einer Sternenkind-Fotografin. Hierbei erlebte sie, dass ihre Arbeit für diese betreffenden Familien heilsam war und ist.

Sternenkinder (alias Schmetterlings- oder Regenbogenkinder) sind Kinder, die entweder tot geboren werden oder kurz darauf sterben. Von einer „stillen Geburt“ wird gesprochen, wenn kein Kindsschrei zu hören ist. In aller Regel ist das auch für die betroffene Frau und ihr Umfeld eine emotional extrem belastende Situation.

Schmidtke spricht die Änderung von 2013 im Personenstandsgesetz an. Geborene Kinder ab einem Gewicht von 500g müssen im Personenstandsregister erfasst und auch beerdigt werden – unter 500g – und das war ein Durchbruch: können die Geburten auf Antrag in diesem Register beurkundet und die geborenen Kinder bestattet werden. In der Regel wird diese Bestattung als Sammelbestattung über die entsprechende Klinik in Zusammenarbeit mit der Klinikseelsorge organisiert, alternativ kann hier bereits eine Zusammenarbeit mit dem Sternenkinderzentrum – von denen es in unterschiedlicher Ausprägung inzwischen eine Vielzahl in Deutschland gibt, begonnen werden.

Kritisch sieht Schmidtke die sogenannte „3-Monats-Regel“ – erst dem Umfeld nach Ablauf dieser Frist etwas von der Schwangerschaft zu erzählen. Denn, so die zweifache Mutter, die Frau war schwanger, hat das werdende Kind verloren, kann aber mit niemandem darüber sprechen – zumal es auch im Vorfeld nicht kommuniziert worden ist. Und doch, man kann nicht nicht kommunizieren.

 

© Stefanhund.com – 2018

 

Kontakt:

Helga Schmidtke,

https://www.die-sternenkinderbestatterin.de

(Foto: Privat)

Was wäre, wenn ich jetzt gehe…

Interview mit Sandra Pfisterer, Teil 2

Unter dieser Fragestellung hat Sandra Pfisterer einen Ordner entwickelt, der gerade jüngere Menschen wieder ruhig schlafen lässt – und griffbereit ist, wenn es ernst wird.

Den eigentlichen Ordner gibt es nur in ihren Workshops, bzw. die ihrer Kolleginnen und Kollegen, da hier gute Begleitung und der Gruppenprozess wichtig ist.

Wir Sprechen über den Ordner, seine Entstehunggeschichte und die Person Sandra Pfisterer, die hiermit vielen Menschen eine große Hilfe ist.

(Keine Rechtsberatung, keine Vertragsabschlüsse. REINE Beratung und Information)

1. Vollmachten, Patientenverfügung, Testament, Organspendeausweis …

2. Versicherungen, Verträge, Abos, Vereine, Konten, Sparbücher …

3. Online-Nachlass, Socialmedia, Passwörter …

4. Beerdigung und viele Infos rund um dieses Thema …

(C) Stefanhund.com

Kontakt:
Sandra Pfisterer
www.pfistar.de

Foto: Privat

 

Was wäre, wenn ich jetzt gehe…

Interview mit Sandra Pfisterer Teil 1

Unter dieser Fragestellung hat Sandra Pfisterer einen Ordner entwickelt, der gerade jüngere Menschen wieder ruhig schlafen lässt – und griffbereit ist, wenn es ernst wird.

Den eigentlichen Ordner gibt es nur in ihren Workshops, bzw. die ihrer Kolleginnen und Kollegen, da hier gute Begleitung und der Gruppenprozess wichtig ist.

Wir Sprechen über den Ordner, seine Entstehunggeschichte und die Person Sandra Pfisterer, die hiermit vielen Menschen eine große Hilfe ist.

(Keine Rechtsberatung, keine Vertragsabschlüsse. REINE Beratung und Information)

1. Vollmachten, Patientenverfügung, Testament, Organspendeausweis …

2. Versicherungen, Verträge, Abos, Vereine, Konten, Sparbücher …

3. Online-Nachlass, Socialmedia, Passwörter …

4. Beerdigung und viele Infos rund um dieses Thema …

(C) Stefanhund.com

Kontakt:
Sandra Pfisterer
www.pfistar.de

Foto: Privat

 

 

P-K035: Interview Ethik-Komitee Teil 2


Gespräch mit dem aktuellen Vorsitzenden des Ethik-Komitees am Klinikum Darmstadt GmbH, Herrn Dr. med. Andreas Lenhart und seinem Vorgänger in diesem Amt, Herrn Pfarrer i.R. Thomas Ortmüller.

Patientenverfügung: Anstatt einer Patientenverfügung mit Textbausteinen aus dem Internet, so Thomas Ortmüller, ist es wichtig, möglichst ausführlich zu beschreiben und dies auch mit seinem Umfeld zu kommunizieren, dass man z.B keinesfalls zu einem dauerhaften Pflegefall werden möchte. Und damit verbunden bewusst und ausdrücklich (schriftlich) auf eine lebenserhaltende Maßnahme verzichtet. In der Fachliteratur ist dieser Bereich mit dem Stichwort „Lebensqualität“ verbunden, was aber als solches auch ein schwieriger Begriff ist.

Als Pfarrer im Ethik-Komitee: Natürlich, so Ortmüller, habe er als ev. Pfarrer seine ethische Positionierung. Aber in unserer pluralen Welt gilt es, diese mit einander in den Dialog zu bringen und nicht wie eine Monstranz vor sich her zu tragen. Vor allem aber auch: Es geht dabei nicht um richtig oder falsch, sondern: um Angemessenheit oder Unangemessenheit gegenüber KONKRETER Person und Situation. Auch ist es wichtig, dass das Ethik-Komitee den behandelnden Arzt mit einem vielseitigen Dialogprozess unter Einbeziehung aller Beteiligten unterstützt, am Ende der Beratungen steht eine Empfehlung. Die Entscheidung über die richtige Maßnahme liegt alleine beim behandelnden Arzt.

Was ist aus Sicht des behandelnden Arztes eine gute, d.h. gut brauchbare Patientenverfügung? Dr. Lenhart rät den Menschen grundsätzlich bereits in den guten Zeiten miteinander ins Gespräch zu kommen. Dann kann klarer mit einander besprochen werden, was gewollt ist, wenn der Betroffene in die eine oder andere Situation kommt. Als Ärzte wünschen wir uns, dass dann möglichst sehr deutlich geschrieben ist, was passieren soll, wenn…

Es ist ein großer Fortschritt seit 2010, dass Patientenverfügungen abgefasst werden können und auch Gültigkeit haben. Allerdings, und da beginnt die Crux, dass der Gesetzgeber erwartet, dass die entsprechenden Situationen, in denen die Patientenverfügung Anwendung finden soll, so genau wie möglich beschrieben werden soll. Ein Ziel ist, selbstbestimmt zu leben, auch wenn man in diesem Moment nicht wirklich, sondern nur vermittelt, handeln kann.

Allerdings, angesichts des medizinischen Fortschritts zeigt sich hier auch ein strukturelles Defizit: Es können nicht alle medizinischen Fälle beschrieben bzw. vorweggenommen werden.

In diesen kritischen, oft unter Zeitdruck sich abspielenden Überlegungen ist die Kommunikation aller miteinander das A und O. Dann, so seine Erfahrung, lassen sich immer gut vertretbare ethische Wege gemeinsam finden.

Wie weit hat Sie jeweils die Arbeit im Ethik-Komitee als Person geprägt oder auch verändert?
Ein wichtiger Moment, der die Mitarbeit im Ethik-Komitee für Pfarrer Ortmüller ausgelöst hat, ist, dass er die Arbeit von Ärzten und Pflegepersonal sehr viel differenzierter und mit mehr Respekt sieht, gerade im Angesicht dieser Entscheidungen. Als Mensch sieht er hier noch einmal mehr wie wichtig Vertrauen ist und das gut im Gespräch zu sein.
Für Dr. Lenhart ist es, immer wichtiger geworden, dass neben den medizinischen Kenntnissen immer mehr das Thema der Gesprächsführung und der Begleitung in den Vordergrund gerückt ist. Und das kann man lernen. Die Arbeit im Ethik-Komitee sieht er auch als Möglichkeit, den jungen Kollegen hier ein Handwerkszeug, eine Kultur, eine neue Denkdimension zu eröffnen und weiterzugeben. Seine Vision geht in Richtung einer Gesamtschau auf den Menschen und nicht nur die reine medizinische Fokussierung.

Herzlichen Dank für das Gespräch

(C) Stefanhund.com

P-K-32 – Interview mit Militärbischof Dr. Sigurd Rink – Teil 3


Wenn Soldaten bei Unfällen oder Einsätzen ums Leben kommen, dann unterstützen, wenn gewünscht, Militärpfarrer. Dies geschieht an mehreren Stellen: a) vor Ort bei der Truppe im Einsatz, einerseits für den Verstorbenen, andererseits in der Begleitung der hinterbleibenden Kammeraden. b) Wenn von Verstorbenen und Familie gewünscht: Der Militärpfarrer begleitet die Hinterbliebenen und organisiert und leitet auch in Kooperation mit den staatlichen Stellen, ggf.in Absprache mit den Medien, die Beerdigung. Hier wirken häufig zwei Militärgeistliche zusammen, der eine leitet die Beerdigung, der andere begleitet die Familie. c) Begleitung am Truppenstandort.

Das ist ein Arbeiten auf der Grenze, in Formen von „riskanten Liturgien“ – ähnlich wie bei großen Ereignissen in Deutschland z.B. auch nach ICE-Unglücken oder Amok-Läufen. Hier kann Kirche eine Beheimatung ermöglichen.

Der MB arbeitet auf der Nahtstelle zwischen Kirche und Staat / Bundeswehr im Besonderen. Gerade aus dieser Perspektive plädiert Rink dafür, dass Kirche zu den Menschen rausgeht, sich nicht zurückzieht, sondern dahin geht wo es weh tut, wo es schmerzt. Hier geht es um etwas!

Militärseelsorge 2040: Das ist Kirche im öffentlichen Raum, da muss Kirche sein – da, wo es Menschen weh tut und sie als der „Eine Andere“ unterstützt.

 

Herzlichen Dank

© Stefanhund.com

 

P-K-32 -Interview: Dr. Sigurd Imanuel Rink, The Protestant Military Bishop (EKD) 3of3

Soldiers of the German Armed Forces (Bundeswehr) are also loosing their lives during deployments or in accidents. This is a very important field of support for military chaplains. This starts directly on-site where the soldier lost his or her life – and it is the spiritual accompaniment of the surviving dependents. After convicting the defunct person the family gets the offer of pastoral care if wanted. This takes place in cooperation with governmental and employers care. When the place of death is a deployment abroad it often goes along with heavy media coverage. Then military pastoral care comes to the edge and work for the military chaplain gets difficult in forms of “risky liturgies” similar to major incidents like ICE catastrophe or shooting rampage.

The military bishop works as an interface between church and state (Bundeswehr). Looking at it from this perspective Rink pleads that church has to go to where the people are and does not withdraw. Church has to go where it hurts and where it counts!

Military pastoral care 2040: This is church in the public space. There church must take place, must support people where they need it.

 

 

THANK YOU!

(C) Stefanhund.com

 

Dr. Sigurd Immanuel Rink

Der Militärbischof – Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)

Jebensstraße 3
10623 Berlin

Internet:http://www.militaerseelsorge.bundeswehr.de Email: heike.stenzel@hesb.de

 

 

 

P-K-31 – Interview mit Militärbischof Dr. Sigurd Rink – Teil 2

„Seelsorge muss dahin gehen – dort sein, wo es schmerzt und weh tut“ und das sind existentielle Krisen. Hier wird Seelsorge gebraucht und gefragt, das ist in der Klinikseelsorge nicht anders.

Für viele Soldaten macht folgende Beschreibung einen guten Militärgeistlichen aus: Es braucht den „Menschen mit dem offenen Ohr, der mich nicht beurteilt, der nicht in der Berichtspflicht steht und mit dem das Gespräch absolut vertraulich ist.“

In Seelsorge und Verkündigung stehen die Militärgeistlichen unter dem Schutz des Militärbischofs. Die im (kirchlichen) Seelsorgegeheimnis liegende besondere Qualität wird auch von Seiten des Verteidigungs-Ministeriums anerkannt, auch wenn es immer wieder zu Konflikten kommt.

Von Seiten der evangelischen Militärseelsorge gibt es PTBS-Traumahilfe sowohl für die Soldaten als auch für deren Familien. Etwa 1.000 Personen werden hier jährlich begleitet. Auch hier gilt: „Wer Hilfe braucht, bekommt sie.“ Näheres erfahren Interessierte über ihren Standortpfarrer.

Eröffnet Militärseelsorge Soldaten aus den östlichen Bundesländern eine Tür zu Glaube und Kirche? Der Pfarrer begleitet die Menschen auf Grund ihrer Bedürfnisse, die Frage nach der Kirchenzugehörigkeit ist nachrangig.

Militärseelsorge wird entsprechend der freien Religionsausübung angeboten. Damit ist mittelfristig auch politisch die Frage nach muslimischer Militärseelsorge für die rund 1.500 Soldaten gestellt.

 

P-K-31 -Interview: Dr. Sigurd Imanuel Rink,            The Protestant Military Bishop (EKD) 2of3

“Pastoral care has to go where it hurts, where the pain is” and these are existential crisis. Here pastoral care is needed – like in pastoral care in clinics. For soldiers the main feature of a military chaplain is: having a sympathetic ear, not judging and treating all conversations confidential.

In pastoral care and propagation all military chaplains act under legitimate protection of the military bishop and the ordained ministry and are not subordinated to the hierarchical structure of the Ministry of Defence. The quality of military pastoral care comes from the absolute pastoral secrecy although that causes conflicts frequently.

The protestant military pastoral care offers a posttraumatic stress disorder aid. They give spiritual counsel to more than 1.000 persons a year. It counts: “Someone who needs help will get it!” Interested parties get further information from their garrison chaplain.

Does military pastoral care open a door to faith and church for former East-Germans? The chaplain is taking care for all people who desire it. The membership in the church is secondary. Military pastoral care is being offered independently from religious observance. The question to offer it also for Muslims is present.

(C) Stefanhund.com

 

Dr. Sigurd Immanuel Rink

Der Militärbischof – Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)

Jebensstraße 3
10623 Berlin

Internet:http://www.militaerseelsorge.bundeswehr.de Email: heike.stenzel@hesb.de