001 – Nein ist eine legitime Antwort – Hörsturz

Kernaussagen

  • Wenn Ärzte bei einem Patienten einen Hörsturz diagnostizieren, ist in der Regel Ruhe nötig und mit Infussionen helfen sie in aller Regel sehr wirksam, oftmals sind die Betroffenen nach 5-7 Tagen wieder in ihrer gewohnten Umgebung.

 

  • Als Seelsorger in der Klinik erlebe ich in den Gesprächen, in den Lebensgeschichten, die ich erzählt bekomme, dass ein Hörsturz oft zusammen mit einem bestimmten Kommunikationsmuster anzutreffen ist. „Ich – oder auch meine Seele – kann dies nicht mehr hören“. Und auf einmal reagieren Körper und Seele.

Überlege bei jedem JA, was Du einem anderen gibst, ob es nicht ein NEIN gegenüber Dir selbst ist.

  • Bisweilen gibt es auch das „das Bedingte Ja zu sich selbst“. Wenn ich dieses oder jenes gemacht oder geleistet habe, möglicherweise in dieser oder jener Menge oder Qualität, dann bin ich ok – vielleicht kann ich dann auch „ja“ zu mir sagen.
  • Als evangelischer Christ und Klinikpfarrer rufe ich meinem Gegenüber die (seine?) Taufe in Erinnerung. In der Taufe, so sagt es das Christentum, wird das JA Gottes, das unverfügbare, das unbedingbare Ja Gottes zum Getauften sichtbar.

Dein JA zu Dir ist bereits gesprochen und ist gültig

  • Die biblischen Geschichten von der Taufe Jesu erzählen, dass aus dem Himmel mit einer Taube verbunden eine Stimme kommt: Du bist mein geliebter Sohn – ich ergänze meine geliebte Tochter – an Dir habe ich Wohlgefallen – so nennt es die (Übersetzung nach Martin Luther). Das ist das bedingungslose JA, was ich mir weder verdienen kann noch könnte.
  • Die Taufe ist der auf der Seite Gottes unverbrüchliche Bund mit diesem besonderen Menschen, mit diesem Getauften. Das volle JA ist bereits da, jetzt lohnt es sich für den Einzelnen dieses in Vergessenheit geratene Wissen wieder in das persönliche Leben hinein zu holen und Stück für Stück einen neuen Weg zu gehen. Auf diesem Weg lohnt es sich weiter zu gehen.

 

 

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