Interview mit Sandra Mantz, Begründerin und Geschäftsführerin der Sprachgut-Akademie (3v3)

 

Shownotes:

Klinikseelsorge und gelingende Kommunikation sind wichtig.
Menschen, die an etwas glauben, haben ein stärkeres Immunsystem.
Sandra Mantz plädiert für mehr Spiritualität im Alltag und eben nicht nur in Notsituationen.

„Ein Profi bereitet sich vor und übt eben nicht erst im Spiel.“ Das gilt auch für den Umgang mit Sterben und Tod, wer hier nicht trainiert ist, der gerät leichter in die Defensive. Emotionale , persönliche aber auch moralische Druck-Antworten aus der Zisternen- Situation sind dann eher die Regel.

Wir sind geprägt durch das eigene Erleben. Es ist eben nicht egal was wir denken, reden bzw. kommunizieren. Wenn ich weiß was ich kann, werde ich gelassener.
Gute Kommunikation macht gesund, körperlich wie wirtschaftlich – alles andere kostet, zwingt zum zahlen.

Kontakt:

Sandra Mantz

www.sprachgut-akademie.de

(c) Stefanhund.com

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Interview mit Sandra Mantz, Begründerin und Geschäftsführerin der Sprachgut-Akademie (2v3)

Gute Kommunikation folgt guten Mustern

 

Shownotes:

Wenn alte Menschen sagen können, ihr Leben war (überwiegend) gut – und sie können sich verabschieden, dann können sie auch leichter gehen.
Sterbende Menschen können die größten Lehrer des Lebendigen sein.
Der Erfolg der Medizin in der Pflege hängt stark davon ab, gut kommunizieren zu können. Dazu gehören Sensibilität in der Wortwahl, Haltung und Rollenbewusstsein.

Die Kunden der Sprachgut-Akademie kommen aus allen Bereichen. Vornehmlich sind es aber diejenigen, die eine hochwertige Kommunikation brauchen. Gearbeitet wird interaktiv vor allem aber kommunikativ. Feldkompetenz der Berater entsteht häufig in der 1:1 Begleitung und Spiegelung.

Im Vordergrund steht die Langzeitwirkung: Kulturwandel im Unternehmen. Allerdings, wenn sich die Kultur nicht zum Guten und Hilfreichen wandelt, wandeln die Menschen aus der Organisation hinaus. -> Gute Kommunikation ist Kunden- und Mitarbeiter-Gewinnung und Bindung in einem. Gute Kommunikation und Kultur steigern die „gefühlte Qualität“. Kommunikation ist einerseits personenabhängig, den die eine Mitarbeiterin ist kommunikativer und freundlicher als die andere. Aber zur Kultur gehören alle.
Im Blick auf die Kosten: Ja, diese Arbeit ist Geld- und Zeitaufwändig. D.h. es wird mit Multiplikatoren in der Organisation genauso gearbeitet wie mit digitalen Hilfsmitteln.

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Sandra Mantz

www.sprachgut-akademie.de

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Interview mit Sandra Mantz, Begründerin und Geschäftsführerin der Sprachgut-Akademie

Gute Kommunikation folgt guten Mustern

Shownotes:

Sandra Mantz ist Begründerin und Geschäftsführerin der „Sprachgut-Akademie“

Der berufliche Hintergrund von Sandra Mantz ist die Altenpflege, hier ist sie groß geworden.

Eine Ihrer  wichtigen Lebens- und Arbeitserfahrungen:
Gute Kommunikation folgt guten Mustern

Solange alles gut und ruhig ist funktioniert Kommunikation in der Regel gut. Allerdings, kommen Sorgen und Ängste oder anstrengende Situationen / Umfelder hinzu, wird es schwierig. Da reicht es nicht mehr aus, was man mitbringt.
Kommunikation zum Stichwort Tod: Im Altenpflegebereich ist dieses Thema gegenwärtig, oft aber fehlt die Reflexion in den Teams über das Thema Tod.

Pflegekräfte haben nicht nur ihren eigenen Umgang mit dem Thema, hinzu kommen auch die Patienten. In der Regel geht das professionell. Schwierig wird die Situation dann, wenn Verwandte mit dem Sterben nicht umgehen können oder auch wenn Familienstreitigkeiten an dieser Stelle mit in die Kommunikation mit hineinspielen.

Hier braucht es Schulung und Begleitung, sonst werden die Mitarbeiter gerade durch diese Situation zunehmend erschöpft. Insbesondere, wenn die Themen nicht aufgelöst werden und in der Kommunikation (unterschwellig) präsent sind.

Kontakt:

Sandra Mantz

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P-K-045-Interview mit dem Ökumenischen Besuchsdienst (Grüne Damen / Grüne Herren) Teil 3/3


Aus dem Inhalt

  • Besuchsdienst ist eine Bereicherung für die Ehrenamtlichen, die sie mit nach Hause nehmen …
  • Die Dankbarkeit der Patienten, dass man zugehört hat, ist ein großer Lohn
  • Grüne Damen und Herren sind ein kirchl. Angebot. Wie weit spielt Kirche oder Glaube eine Rolle?
  • Es ist ein BESUCHS-Dienst, das entspannt. Und gerade diejenigen, welche am Anfang sehr abweisend waren – sind im Verlauf des Gespräches die Interessiertesten – eine häufige Erfahrung…
  • Sehr hohe Akzeptanz: In 18 Jahren nur zwei mal weggeschickt.
  • Ökum. Besuchsdienst und andere Religionen – Hier kann der Besuchsdienst zum Vermittler werden

(C) Stefanhund.com

Episode hören:

http://podcast-klinikseelsorge.podigee.io/46-podcast-klinikseelsorge-046-der_lohn_des_ehrenamts_gruene_damen-3v3

Ab August/September 2018 wir es wieder einen Ausbildungskurs „Grüne Damen/Herren“ geben. Wenn Sie Interesse haben, rufen Sie bitte die Kolleginnen einfach an:

 

Klinikum Darmstadt GmbH

Katholische Klinikseelsorge – 06151 – 107 – 5640

Evangelische Klinikseelsorge – 06151 – 107 -5641

P-K-044-Interview mit dem Ökumenischen Besuchsdienst (Grüne Damen / Grüne Herren) Teil 2/3

Aus dem Inhalt

Frau Schweitzer sieht deutlich höheren Bedarf bei den Patienten, allerdings braucht das auch mehr Ehrenamtliche. Ein neuer Besuchsdienst-Kurs wird im September 2018 starten.

Dr. Meuser: Die Ausbildung ist sehr gut, hat ihn selbst auch weitergebracht. Aber es ist immer Ehrenamt, Freiwilligendienst.

Welches war für Sie das bedrückendste Gespräch?

Bedrückend ist, wenn das „danach“ eines zu entlassenden Patienten nicht klar oder gar hoffnungslos ist. Hier besteht die Möglichkeit den Sozialen Dienst direkt anzusprechen. Bedrückend ist auch, wenn keiner mehr zum Besuch kommt … Manche der Gespräche gehen auch nach. Die Hauptamtlichen im Besuchsdienst stehen jedoch als weitere Ansprechpartner bereit. Positiv: dass ich Menschen Hilfe geben kann. Viele können mit ihrer Familie über best. Sachen nicht reden.

Jeder Mensch hat seine eigene Wahrheit. Der Besuchsdienst belässt jeden bei seiner Wahrheit.

Insgesamt ist dieses ehrenamtliche Engagement sehr positiv – und man lernt viele Dinge neu 

 

(C) Stefanhund.com

 

Ab August/September 2018 wir es wieder einen Ausbildungskurs „Grüne Damen/Herren“ geben.

 

Wenn Sie Interesse haben, rufen Sie bitte die Kollegen einfach an:

 

Klinikum Darmstadt GmbH

Katholische Klinikseelsorge – 06151 – 107 – 5640

Evangelische Klinikseelsorge – 06151 – 107 -5641

Was ist mein Auftrag?


In diesem Jahr hatte ich in der Karwoche bis zum Osterdienstag das Notruf-Telefon der Klinikseelsorge. Wenn dieses klingelt, gerade in den Sonderzeiten wie Nachts oder am Wochenende ist es erst einmal wichtig zu klären, mit welchem Auftrag ich angefragt werde.
Ist es ein Notfall – d.h. das Thema Sterben und Tod sind betroffen – oder ist es eine Situation, wo meine Kollegen oder ich auch am nächsten Tag kommen können.

Hier müssen wir als Klinikseelsorger eine klare Linie ziehen, denn ein Ja zu einer Situation, wo wir dann vor Ort sind, bedeutet ein NEIN gegenüber einem anderen Patienten, wo wir nicht kommen können. Immerhin sind wir – in den Notzeiten – als Einzelne(r) für eine Großklinik und zwei mittlere Krankenhäuser, ein kirchliches Altersheim und ein Hospiz zuständig.

Neben vielen professionellen Kompetenzen, einer Zugewandtheit zu den Menschen und einer eigenen Erdung – ist Gelassenheit in diesem Moment sehr wichtig… denn wir kommen schon in aufregende Situationen und dann ist es gut, wenn wir Ruhe und Klarheit anbieten können…. und dann ist auf einmal sehr viel möglich.

In dieser Episode erzähle ich (wie Immer verfremdet) von zwei unterschiedlichen Einsätzen. Als Klinikseelsorger erleben wir auch am Einsatzort, dass es wichtig ist, dass wir da sind –  aber zwischen unserer Alarmierung und dem was wir konkret vorfinden, gibt es manchmal auch eine Auftragsverschiebung. Im ersten Fall wurde mir gesagt, dass der Patient mich braucht – nachher war es aber der Sohn, im zweiten Fall eine Mischung aus Patientin und Enkel…

 

(C) stefanhund.com

Wie sieht der Einsatz rund um die Stille Geburt aus?

Wenn wir kommen, wollen wir die Extrawurst

Helga Schmidtke erzählt, wie sie für einen Einsatz verständigt wird. Klar ist für sie, dass eine Familie im Fall der Fälle eine Vielzahl unterschiedlicher Professionen braucht. Hier ist ein gutes Netzwerk und auch die Zusammenarbeit mit der Klinikseelsorge wie auch den Bestattern und den Mitarbeitern des Friedhofsamtes wichtig.

 

© Stefanhund.com

 

Kontakt:

Helga Schmidtke,

https://www.die-sternenkinderbestatterin.de

(Foto: Privat)

Frauen trauern anders – Männer auch

Helga Schmidtke – Initiatorin vom Sternenkinderzentrum Odenwald e.V.

In der Regel hat insbesondere der Mann auch keine Zeit zum Trauern, da er direkt wieder in den Job geht / gehen muss. Auf der anderen Seite, auch wenn auch grobschnittig gezeichnet, so Schmidtke, ist es der wichtige Beitrag des Mannes, um für die Familie zu sorgen. Das ist, so Helga Schmidtke, auch gerade seine Wertschätzung für die Frau auszudrücken – es ist nicht, wie ihr vielfach in der Arbeit mit Frauen begegnet, die ängstliche Vermutung, er würde sie jetzt nicht mehr lieben und wegrennen, im Gegenteil – es ist, so Schmidtke, ein Liebesbeweis.

„Sexualität in der Trauerarbeit ist ein Riesenthema“. Natürlich kann und will Schmidtke nicht pauschalisieren, aber: „Männer machen ganz viel Trauerarbeit über die Sexualität, weil sie sich einfach nur so spüren können.“ Wenn Männer Trauer nicht spüren können, gehen sie, so Schmidtke über die Sexualität in die Trauerarbeit. In der Kommunikation mit den Frauen kommt es aber in diesem Moment zur größten Irritation: „Wir haben gerade unser Baby tot geboren und wie kann der jetzt an Sexualität denken…“ – Er denkt jetzt an nichts anderes. Schmidtke versteht das noch als eine viel tiefere, intensivere Kommunikation der Männer – und wahrscheinlich, so ihre Vermutung, können das die Frauen in diesem Moment gar nicht zulassen. In ihren Trauergruppen thematisiert sie das darum deutlich. Denn auf der anderen Seite, so ihre Erfahrung, ist ein Aspekt der Wahrnehmung bei den Frauen: Am Ende der lebensbejahenden Sexualität kommt ein totes Kind. Und in diese Situation will ich als Frau nicht mehr kommen… Hier mache ich „Prophylaxe“ und lasse erst mal keine Nähe zu. Das wiederum irritiert in der Kommunikation die Männer. Mehr noch, auch ich als Mann habe dazu beigetragen… was gleichzeitig noch mehr Abstand bedeutet. Daraus folgert Schmidtke: Auch Männer brauchen Begleitung – und das keinesfalls (!) von Frauen. Sie fordert mehr Männer in der Trauerarbeit und in der Unterstützung von Männern im Trauerprozess. In ihrem Sternenkinderzentrum ist monatlich ein Angebot von einem Mann nur für Männer – „und in dieser Zeit ist da frauenfreie Zone“. Letztlich ist das für Schmidtke ein Beitrag zum besseren Verständnis zwischen den Geschlechtern.

Sternenkind – ohne Papa – Das kann viele Gründe haben, im Folgenden werden einige aufgezählt. Ein Teil, so ihre Erfahrung geht auch, weil sie schlichtweg von der Situation überfordert sind, es gibt aber auch Beziehungen, die gingen in der Schwangerschaft in die Brüche und jetzt, nach der stillen Geburt, kommt es wieder zu einer Annäherung, die für beide Partner Schwerstarbeit bedeuten. In der Regel ist der Focus nur auf den Müttern, aber zu Recht fragt Schmidtke, dass es da ja neben den Eltern möglicherweise noch viel mehr Beteiligte gibt, die sich auf das Kind gefreut haben. – Großeltern, Geschwister, Paten – auch sie sollten das Kind kennenlernen, um es verabschieden zu können.

 

© Stefanhund.com – 2018

 

Kontakt:

Helga Schmidtke,

www.die-sternenkinderbestatterin.de

(Foto: Privat)

 

Jede 3. Frau erlebt die Situation, dass eine begonnene Schwangerschaft …

Helga Schmidtke sagt, dass jede 3. Frau, mindestens einmal im Leben eine begonnene Schwangerschaft (Sie definiert Schwangerschaft mit dem Zeitpunkt der erfolgreichen Befruchtung) nicht wie erwartet mit einem lebenden Kind, was zwei Jahre und älter wird, beendet.

In früheren Generationen wurde dies nicht thematisiert, das verändert sich aber langsam.

Bisweilen werden unbewusst Erwartungen gegenüber dem älteren, nicht (mehr) lebenden, Geschwister auf mindestens ein jüngeres übertragen. Manchmal übernehmen Geschwisterkinder (unwissentlich), Aufgaben oder Funktionen des Älteren – das hat teilweise massive Folgen für das eigene Leben. Dies ist auch in Seelsorge und Coaching, so Stefan Hund, häufig auch Jahrzehnte später, ein Thema. Vermutbar oft auch erkennbar werden diese Kostellationen meist in einer Aufstellungsarbeit, so Hund. Hier kann in der persönlichen Zusammenarbeit geholfen werden, aber bis dahin sind schon viele schöne Jahre ins Land gegangen.  Auch die gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Kosten dieser Tabuisierung sind nicht zu unterschätzen.

Nach dem Verlust eines Kindes in der Schwangerschaft „ticken“ Männer und Frauen sehr unterschiedlich, so Schmidtke. Männer und Frauen trauern sehr unterschiedlich. Dabei kommt es häufig zu Kommunikationsproblemen, weil insbesondere die Männer nicht so trauern, wie es die Frauen erwarten. Während die Frauen, so die Schmidtke, sehr viel reden müssen, machen es die Männer oft mit sich selbst aus.  Die Männer müssen die Trauer im wahrsten Sinne des Wortes „verarbeiten“ – sie müssen was tun – wie „Holz hacken“. Männer muss man in Trauersituationen ins Handeln bringen, sie neigen sonst in die Betäubung zu gehen. Arbeit, Sport oder auch Alkohol. Schmidtke meint, dass es Männer oft gar nicht gelernt haben zu trauern. („Ein Indianer kennt keinen Schmerz“)- Dazu kommt, sie können es oftmals gar nicht zeigen – erst recht nicht unter Männern im beruflichen Kontext.

 

© Stefanhund.com – 2018

 

Kontakt:

Helga Schmidtke

www.die-sternenkinderbestatterin.de

 

(Foto: Privat)