Stundenull-talk-063-dr-franziska-rudolph-Intrige-im Beruf-fragt-nach-Sinn

Ärztin und Ärzteberaterin

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Entdecke Deinen Phönix

https://stefanhund.com/52Impulse

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Dr. Med. Franziska Rudolph

Als die Kollegin mich anschwärzte fragte ich nach dem Sinn in meinem Beruf und traf eine Entscheidung

Willst Du das Interview (als Transkript) lesen, dann scrolle nach unten…

Deine bisherige Stundenull: Warum ging es nicht weiter?

Als meine Stelle unerwartet verlängert wurde, ging eine sehr liebe Kollegin prompt aus ihrer eigenen Not heraus zum Chefarzt und beschwerte sich über meine gesamte Arbeitsweise…

Dein „Phönix-Moment“ – Was Entstand (Zunächst) Aus Der Asche?

Diese tiefe Enttäuschung gab mir den Mut einen anderen Weg für mich zu durchdenken & den alten zu verlassen, obwohl ich ihn nicht abgeschlossen hatte…

Zuvor hatte sich das Aufgeben meiner Idee von der Spezialistin für Geburtsmedizin als so große Enttäuschung angefühlt, dass ich diesen Weg nicht verlassen wollte. Ich bringe Vorhaben gerne zu Ende und liebe Herausforderungen. Aber er fühlte sich schon länger nicht mehr stimmig an.

Die Enttäuschung über meine Kollegen, die Menschen in meinem Arbeitsumfeld war jedoch so groß, dass ich das erste mal zulassen konnte, einen anderen Weg für mich zu denken. Und dieser gab mir Freiheit und so viel Leidenschaft, dass ich ihn unbedingt für mich weitergehen wollte!

Bitte Erzähle In 10-15 Zeilen Deine Geschichte Von Der „Stundenull Zum Heutigen Phönix Aus Der Asche“ …

Es klingt vielleicht nichtig, für mich war es der Beginn von meinem neuen Leben: Ich hatte mittlerweile die 5. Stelle auf meiner Suche nach dem Sinn hinter meiner Arbeit & auf dem Weg zur Spezialisierung auf Geburtsmedizin angetreten und als diese wider Erwarten & trotz Befristung verlängert wurde, ging eine sehr liebe Kollegin – die ich weiterhin sehr schätze – aus ihrer eigenen Not heraus zu unserem Chefarzt und beschwerte sich über mich & meine Arbeitsweise… Ich bemerkte, dass ich kein Mitglied im Team war sondern immer außen vor geblieben war. Ich machte organisatorische Fehler, aus Unwissenheit, weil mich niemand drauf hinwies… 56h gemeinsame Wochenarbeitszeit und dann so allein… Ich verstand die Welt nicht mehr. Diese brach regelrecht über mir zusammen.

Welches Buch / Welchen Film Empfiehlst Du Führungskräften / Unternehmern In Der Veränderung?

Das Café am Rande der Welt von John Strelecky. Hier werden 3 wichtige Fragen gestellt und diese prägnant reflektiert!

Hast Du ein „goodie“ https://linktr.ee/doctors_vision

Konktakt: https://drfranziskarudolph.de

Dankeschön

Und was willst Du sein?

Asche Oder Phönix?

Dein Durchbruch zum Phönix aus der Asche ist erreichbar. 

Sichere Dir hier die 52 Impulse des Phönix52Impulse

Titel-Musik für diesen Podcast: Watch the world burn – von Tristan Norton & Martin Kottmeier (gekauft über premiumbeat.com)

(C) 2020 Stefan Hund.com/impressum

Transkript: dr-franziska-rudolph-Intrige-im Beruf-fragt-nach-Sinn

Was war der Moment, an dem du wusstest, dein altes Leben geht so nicht weiter und dein neues Leben geht auf neuere Ebene weiter.

FR:  Das war der Moment, als eine eigentlich sehr, sehr liebe und mir sehr wertvolle Kollegin zu unserem Chef gegangen ist und mich bei ihm ja schlecht gemacht hat,

Werbung in eigener Sache:

Hey, bevor wir starten, habe ich ein Geschenk für dich. Die zweiundfünfzig Impulse des Phönix. Allen bisherigen Interviews und aus über fünfzehn Jahren Coachingerfahrung habe ich für dich eine kostenfreie Aufgabenserie zusammengestellt. 

– Mit jedem Impuls lernst du dich besser kennen.

– Stärkst spürbar dein Selbstbewusstsein, damit steigt dein Selbstwert im Innen wie im Außen. 

Wenn für dich die Stunde null kommt, wenn es heißt Phönix oder Asche.

Wirst du deine Stunde null frühzeitig erkennen und vor allem für die ersten Schritte hast du dann bereits das nötige Handwerkszeug an Bord.

Um deinen nächsten Level zu erreichen. Jeden Freitagmorgen erhältst du eine Wochenaufgabe und das sogar für ein ganzes Jahr.

Darüber hinaus, ich begleite dich gerne individuell, damit du deinen Phönix-Moment erreichen wirst.

Melde dich direkt an unter.

StefanHund.com/52Impulse. Und jetzt geht es los mit dem Interview.

SH: Liebe Hörerinnen und Hörer, wir haben wieder eine neue Folge von Stunde null Talk.

Und mein heutiger Gesprächsgast ist Franziska Rudolph. Liebe Franziska, ganz herzlich willkommen. 

FR: Dankeschön.

SH: Ja, die Leute kennen dich noch nicht, die hören jetzt gerade mal deine Stimme, haben wir ein Bild auf dem Cover gesehen. Wer ist Franziska Rudolf, wenn sie nicht arbeitet?

FR: Wenn ich nicht arbeite, bin ich Mama von zwei Kindern und Ehefrau. Hundemama und Hasenmama und wir leben im schönen Erfurt. Und ja, ich genieße hier die Natur, ich bin sehr gerne in der Natur, fahre viel Fahrrad, gehe gern laufen, mit dem Hund raus, das mache ich in meiner Freizeit tatsächlich.

SH: Wenn wir auf der einen Seite die Freizeit haben, dann frage ich natürlich und was machst du, wenn du arbeitest?

FR: Wenn ich arbeite, also ich bin von gelernte Ärztin, also ausgebildete Ärztin, hab auch lange als Ärztin gearbeitet, aber mittlerweile bin ich Businesscoach für Ärzte. Ich habe also den aktiven medizinischen Dienst verlassen, um andere Kollegen zu begleiten in ihre eigene individuelle Selbstständigkeit. In dem Bereich arbeite ich jetzt.

Um das einfach nochmal zu verstehen, da ist jetzt zum Beispiel irgendwo ein  Arzt im Praktikum oder ein Assistenzarzt oder vielleicht auch jemand, der alt gedient ist im System und sagt das passt für mich nicht mehr, aus welchen Gründen auch immer dann würdest du denjenigen beraten:

Was muss ich jetzt machen, wenn ich nicht mehr die kassenärztliche Abrechnung habe, sondern da selber ein paar Sachen rausschicken muss oder wie läuft dasß

Im System ist ja der Arzt in der Klinik und der Arzt in der Praxis das Normale. Es gibt dabei natürlich auch die Privatpraxis. Was ich unterstütze ist tatsächlich eine ganz individuelle von dort losgelöste Selbstständigkeit. Wir haben im Studium als Arzt nie gelernt, was Unternehmertum bedeutet, auch wenn wir unsere eigene Praxis führen. Viele Ärzte haben überhaupt, keine Ahnung, was es bedeutet, ein Team zu führen und so weiter. Also das sind Dinge, die uns einfach fremd sind. Darauf auf diesem Wissen und auf unserer Expertise eine eigene Selbstständigkeit zu entwickeln, in der wir in Konzepten mit Patienten oder Klienten arbeiten, die wirklich unsere Hilfe mit unserem Wissen benötigen und wirklich auch nur mit ihnen zu arbeiten. Ohne Vorgaben von außen, Kollegen sehr, sehr schwer, weil sie einfach diesen Background nicht haben. Und es gibt noch nicht viele, die wissen, dass es tatsächlich möglich ist, auch so zu arbeiten. Wirklich mit den eigenen Vorstellungen, die wir als Arzt haben. Und genau an der Stelle komme ich dann ins Spiel und wir gehen Schritt für Schritt quasi die Schritte in die eigene Selbstständigkeit gemeinsam.

SH: Das heißt also zum Beispiel ich hab als Arzt hab ich jetzt meine Approbation, hab im Endeffekt so alle, ich sag’s mal bisschen flapsig Lizenzen und das Großklinikum in Erfurt, um jetzt einfach mal in deiner Stadt zu bleiben, das passt für mich so nicht mehr, warum auch immer, aber ich möchte jetzt meine eigene Praxis aufmachen und dann frage ich die Dr. Franziska Rudolf, ob sie mich begleitet.

FR: Tatsächlich funktioniert das in der Praxis nicht. Ja, also da tatsächlich keine rechtliche Abbildung der individuellen Selbstständigkeit, das wäre dann ein sogenanntes medizinisches Coaching-Business, was ich gründen würde mit dem Kunden. Genau, so würden wir das nennen und dann. Gehen wir Schritt für Schritt her durch, was bedeutet es? Mit wem arbeite ich? Wer ist meine Zielgruppe, wer ist mein Zielkunde? wie spreche ich diese Kunden an? Wo finde ich diese Kunden? Welche Angebote brauchen diese Kunden. Wie begleite ich sie tatsächlich zu der Gesundheit, die sie sich wünschen? Welche Probleme kann ich für sie lösen? Sind alles eben Fragestellungen, die wir Schritt für Schritt durchgehen. 

Das hört sich jetzt alles eigentlich total logisch an, aber in der Welt der Mediziner funktioniert, dieses Denken bisher nur, wenn die Kasse tatsächlich dann auch zahlt, also dieses Zwischenglied bildet. Und dieser Eigenzahler, diese Position des Patienten, das ist im Kopf der Ärzte einfach noch viel zu groß und viel zu hm… Ja, nicht möglich, als wenn das einfach nicht existiert, dass Patienten gerne für die Leistung von Ärzten selber zahlen, weil sie einfach eine intensivere Zusammenarbeit haben. Und das hörst du vielleicht schon raus, also das ist auch sehr viel am Denken, was wir verändern dürfen, eine andere Position für uns selber einnehmen. 

SH: Ja, aber müsste es ja fast ähnlich sein: im asiatischen Bereich. Da habe ich ja mal gehört, da zahlt man keine Krankenkasse, sondern da zahlt man dem Arzt so lange, wie man gesund ist. Dementsprechend ist der Arzt dafür zuständig, dass ich gesund bleibe, damit er Geld bekommt.

FR: Genau, das habe ich tatsächlich auch schon mal gehört und ich finde dieses System einfach sehr spannend, weil es eine ganz andere Herangehensweise ist, an das Thema Gesundheit.

Und ich habe das mal letztens erst wieder erzählt, dass ich eigentlich Arzt geworden bin, um Menschen gesund zu machen und was ich gelernt habe im Studium ist alles über Krankheiten und deren Therapie. Aber lernen wir verhältnismäßig wenig. Also wir lernen wenig über Ernährung, über Bewegung, wie wir uns gut bewegen, was vielleicht zu viel ist. Also das ist ein ganz spannender Aufbau, der sich für mich so nie erschlossen hat und mich habe dann immer für mich selber eben meine Lücken geschlossen, dass ich eben selber auf die Suche gegangen bin nach meinen Antworten. Wie bleiben wir denn letztendlich gesund? Was gehört alles dazu? Und natürlich ist auch die Seele des Menschen ein Teil der Gesundheit, ein ganz, ganz großer Teil. Absolut. Und. Tatsächlich braucht die Seele aber auch einfach ein bisschen Zeit, um Heilung zu finden und diese Zeit bildet unser Gesundheitssystem bisher nicht wirklich ab.

SH: Ja, Klar. Klar. Da haben wir leider zu viele Beispiele. Ja. Es ist so wie es ist. Du bist jetzt von Hause aus äh die Gynäkologin. Wie war das für dich damals in dem Moment, als dir die Kollegin, ich könnte auch vielleicht ein bisschen provozierend fragen, das Schicksal gesagt hat: Franziska, so geht’s nicht weiter. Wie war das für dich in diesem Moment? 

Ich weiß nicht, ob du da mit deinem heutigen Mann schon zusammen gewesen bist. Du bist nach Hause gekommen, und du hast gesagt: Also ich werde jetzt doch nicht weiter hier in der Klinik bleiben, sondern ich muss mich verändern. Wie war denn das dann?

FR: Also direkt die Entscheidung getroffen, habe ich nicht, aber es hat mich also es war wie ein Schlag vor dem Kopf. Und da bin ich wirklich erstmal in mich gegangen. Ich war wirklich zutiefst enttäuscht, weil ich überhaupt nicht verstanden habe, wo diese Reaktion herkam. Also es war ja so, dass meine Stelle wirklich kurzfristig verlängert wurde und ich hatte in dem Moment dann das Gefühl, dass die anderen Kollegen, also die Eine ist hingegangen … aber ich habe gemerkt, dass es von mehreren Kollegen insgesamt ausging. Sie haben einfach drauf gehofft, dass ich dann weg bin. Und dann war ich eben noch da und ich habe nicht verstanden, wo das herkam und bin dann auf die Suche gegangen nach Antworten. 

Und habe auf diesem Weg, diese Antworten zu finden für mich reflektiert, dass mein eigentliches Vorhaben mich sehr zu spezialisieren im Bereich der Geburtsmedizin, wahrscheinlich auch nicht die Antwort sein wird auf das, was ich suche. Ich war schon immer so, dass ich den ganzen Menschen mit seiner Seele und seinem Geist und dem Körper in Verbindung, also alles in Verbindung gesehen habe. Und die Geburtsmedizin ist immer sehr intuitiv gewesen und das war auch ein Grund, warum ich mich dafür entschieden habe, aber letztendlich gab es die Rahmenbedingungen … und die waren so, dass sie wirklich sehr einschränkend für mich waren. Und in den Moment ist das so auch alles hochgekommen. Das habe ich mir vorher nie eingestanden, aber diese Reaktion meiner Kollegen, hat mir gezeigt, dass es ein Umfeld ist, was ich nicht auf Dauer kompensieren will. Ich hätte leicht gekocht, aber ich wollte es einfach nicht. Und auch dann eben weiter gedacht …

Ich hatte überhaupt in meiner Position gar nicht die Möglichkeit wirklich etwas nachhaltig zu verändern, nachhaltig zu verändern … was aber aus meiner Sicht für unser Gesundheitssystem mittelfristig endlich mal notwendig ist, dass wir sowohl für die Menschen, die in diesem System arbeiten, andere Arbeitsbedingungen schaffen, als auch alternative Arbeitsmöglichkeiten anzubieten, was ja auch wiederum den Patienten an sich zugutekommt. Weil wir einfach Konzepte anbieten können, indem wir den Menschen in seiner Gesamtheit halt langfristiger begleiten.

Sh: Jetzt frage ich aber nochmal, nochmal in eine andere Richtung. jetzt hast du für dich gemerkt, Mensch, das ist es nicht. Und bei vielen kommt ja dann so vom Umfeld die Reaktion. „Ach die Töchterlein, ich wollte doch immer, dass du Ärztin bist.“

Oder auch: Du hast vorher auch einen gewissen Betrag am Monats-Anfang, Monatsende nach Hause gebracht. Auch da in dem Moment, wo du bei der kündigst, kommen erstmal nicht die entsprechenden Gelder aufs Konto, wie war so da die Außenreaktion? 

FR: Tatsächlich hatte ich Bauchschmerzen meinen Eltern zu sagen, dass ich das so nicht weiter verfolgen werde und dass ich mich selbstständig mache. Und meine Eltern haben gesagt, ja interessant, erzähl doch mal und dann dachte ich so:“ Oh, das habe ich jetzt nicht erwartet. Ja. Aber das waren war für mich sehr, sehr heilsam in diesem Moment, weil einfach eine Bereitschaft wirklich eine Bereitschaft da war, also Interesse einfach. Ohne zu werten und das war richtig, richtig toll. 

Tatsächlich bin ich nicht direkt ausgestiegen, also das hat dann noch neun Monate gedauert, ich dann jetzt den letzten Schritt gegangen bin und gekündigt habe. Das hat ja so ein bisschen, denn ich konnte mich ein bisschen drauf vorbereiten. Aber trotzdem. 

SH: Ich bin schwanger damit gegangen, ja? Also, wenn ich neun Monate höre, ja?

FR: Genau, genau. Also es war ein Prozess. Natürlich mit der Familie im Hintergrund habe ich das auch einfach in meiner Verantwortung, dass ich also es war meine gefühlte Verantwortung, dass ich das nicht von heute auf morgen abbreche. So dass wir einfach langsam in diese Situation reinwachsen konnten. 

sH: Das Umfeld, also manche erzählen ja, wenn sie da so einen direkten Systemwechsel haben, vom Angestellten jetzt zum Freiberufler oder wie auch immer, dann gehen auch viele, die in diesem alten System drin waren – sie gehen nicht ins neue System mit. 

FR: Das ist ganz spannend. Wir hatten allerdings in unserer Geschichte, also mein Mann und ich schon öfter solche Situationen, wo wir gemerkt haben, dass das Umfeld einfach nicht mitgehen will, zum Beispiel, als wir ganz jung Kinder bekommen haben und diesmal war es tatsächlich wieder so:  Dass wir aus dem alten Umfeld keine Einladung mehr bekommen. Aber ich muss sagen, da bin ich sehr wertfrei geworden, weil, ich lasse den Menschen dann einfach diese Zeit, weil es verständlicherweise erstmal sehr befremdlich ist und wenn ich, den Weg eines anderen akzeptiere, dann bedeutet das ja für den anderen auch, dass er ihn für sich akzeptiert und vielleicht mal durchdenken muss und ich glaube, dass davor scheuen sich einige. Aber es ist tatsächlich eine Verdrehung. Und es ist tatsächlich so, dass ich habe das Gefühl, sie beäugen es gerade von außen. Es ist ja noch nicht so lange, dass ich mich auf diesem Weg befinde. es ist ja erst seit Januar und ja, es wird wieder Zeiten geben, da werden sie fragen und dann bin ich offen. Und sie werden möglicherweise sagen, hast du noch einen Platz in deinem Unternehmen? Ich würde gerne auch wechseln. Zum Beispiel?  Noch nicht.

SH: Ja das hört man immer wieder, dass diejenigen, die am meisten damit zedern, eigentlich diejenigen sind, die selber gerne wechseln würden, aber den Kampf gegen die Schwerkraft oder wie auch immer noch nicht gewonnen haben.

FR: Ja, schön gesagt, ja das stimmt. Ich glaube, das ist eben der Anteil in uns, der sich dadurch am meisten gekitzelt fühlt, der am meisten da drauf reagiert. Ja, also das sind ja so einfach der Spiegel, der vorgehalten wird. Ja klar. Ja und wie gesagt, dann müsste man in die Bewegung kommen und äh solange man nicht in die Bewegung kommt, muss man das Alte hinnehmen will, das alte schönreden oder das Alte akzeptieren, ja. 

SH: Heulen hilft dann auch nicht. 

FR: Nein. 

SH. Ja, jetzt würde mich aber an der Stelle nochmal interessieren, was gibst du anderen mit? Ich denke mal, deine Ärzte, die da jetzt auch überlegen einen Systemwechsel zu machen, die haben ja auch in gutem Sinne einen Aufbruch in ihrer Biographie. Wie unterstützt du die dabei?

FR: Alleine den Raum zu geben, dass sie so sein dürfen, wie sie sind. Und dass sie sich trauen, zu denken, was sie denken, was sie, was sie wünschen zu denken. Also ich glaube: „Es sich selber zu erlauben, diesen Weg zu gehen, ist der größte Schritt“. 

Also für mich hat sich das damals so angefühlt in diesem Prozess, als wenn ich Schluss mache mit der Medizin. Was eigentlich gar nicht so ist, aber das ist etwas, was in unserem Kopf so vorgeprägt ist. Und alleine diesen Raum zu geben, zu sagen, das ist alles okay und ich weiß, dass es echt herausfordernd ist, diesen Weg zu gehen. 

Aber wir gehen das zusammen, Schritt für Schritt und es wird Momente geben, dann zweifelst du an deinem Weg und das dann einfach jemand da ist, der diesen Weg schon gegangen ist, das halte ich für sehr wertvoll. 

Ich habe mir die Unterstützung selber damals auch geholt und es hat mir sehr, sehr viel geholfen. Auf der anderen Seite natürlich so dieses Know-how an die Hand zu geben, dass sie einfach lernen, wie sie jetzt Stück für Stück das ins Rollen bringen… Damit sie sich selber diese Sicherheit geben, das ist tatsächlich das Richtige war. Das ist so die Kombination aus beiden.

SH: Was nimmst du aus deinem, ich sage mal, früheren Leben mit?

FR:  Aus meinem früheren Leben: dass ich weiß, wie es ist, wenn ich merke, ich komme hier im System nicht weiter. Also ich kenne ja diesen Weg. Ich bin den selber gegangen. Ich kenne das Gesundheitssystem. Ich habe da drin gearbeitet, ich habe da drin gelebt.  Ich weiß, wie es sich anfühlt, ganzheitlich zu denken und dass es nicht akzeptiert wird, genauso zu denken. Das sind alles Dinge, die mir niemand nehmen kann, aber die super wertvoll sind auf dem Weg, den ich jetzt gehe und auch einen so ein bisschen Antrieb sind, um 

so meine Projekte voranzutreiben. Es sind ja noch andere kleinere Projekte, die ich mit unterstütze, auch so im Bereich, dass wir eben neue Arbeitsbedingungen in der Medizin, 

im System bilden und ja, das ist einfach eine tiefe Leidenschaft für dieses System an sich, also aus meinem alten Leben. Also ich liebe die Medizin, das kann ich nicht anders sagen, aber ich habe verstanden, dass ich, um wirklich was zu bewegen aus dem aktiven Dienst rausgehen darf. Ja, weil’s einfach die Energiekosten sonst zu hoch ist. 

  • Und nun eine Werbeunterbrechung in eigener Sache. Liebe Hörerinnen, liebe Hörer, hast du auch seit Wochen den Eindruck, 
  • dass das Murmeltier bei dir täglich grüßt.
  • Oder du immer wieder in ähnliche Situationen mit jeweils anderen Menschen kommst.
  • Oder du eigentlich auf der Stelle trittst.

Wenn das so ist, dann möchte ich dir in deinen Herausforderungen 52 Impulse mitgeben.

Zweiundfünfzig Impulse, mit denen du deine Chancen im Leben neu entdecken kannst. Und sogar dein Phoenix-Moment erleben kannst.

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Und nun geht es weiter mit dem Interview.

SH:  Jetzt gucken wir einfach mal so zehn, fünfzehn Jahre weiter. Nicht die berühmte Frage, wo wollen sie, wo sehen sie sich in fünf Jahren? Aber, welche Perspektiven sieht dieser Weg vor den Du gegangen bist? Vielleicht auch so mit diesem Punkt: Ich bin ich aus dem System ausgestiegen und hab etwas für mich getan, damit habe ich im Endeffekt auch einige fremde Skills, die systemübergreifend beschreiben, wie ich was verändern kann.

FR. Also in zehn Jahren sehe ich die Medizin und die Arbeitsbedingungen in diesem System als sehr viel flexibler als heute. Ich denke, wir dürfen sie dem heutigen Menschen anpassen, der einfach einen ganz, ganz großen Wert auf seine Work-Life-Balance legt, dass es so sein darf und dass wir ihn trotzdem als sehr, sehr wertvoll für dieses System wahrnehmen, jeden Einzelnen. Also ich sehe.

In diesem System einfach Strukturen, die jeden als Persönlichkeit mit seinen Stärken, mit seinen Persönlichkeitsmerkmalen und auch seinen persönlichen Komfortzonen, also was er gerne macht, einfach widerspiegeln. Raum hat, einfach um auch wieder menschlicher zu werden und auch um die Gesundheit des Arbeitnehmers in diesem System. Einfach meinem Auge zu haben und dieser als wichtig zu nehmen, weil wir verlieren heutzutage sehr, sehr viele Arbeitskräfte im medizinischen System an eine Krankheit.

Weil sie einfach an diesem System krank werden. Und das müssen wir durchbrechen. Und damit erreichen wir langfristig natürlich auch eine wirklich effiziente und gute Patientenversorgung, weil die Menschen lieben, was sie tun. Weil sie wirklich an dem Platz arbeiten, der für sie gut ist. Und damit auch mit einer ganz anderen Leidenschaft arbeiten. Und für die, die einfach sagen, ich kann dieses System nicht bedienen und ich finde da einfach keinen Platz. Für die dürfen wir auch eine andere Art zu arbeiten, etablieren. 

Und dann wiederum auch für die Menschen, die gerne einfach diesen, diese Begleitung in ihrem Leben haben wollen, in Form eines Coachings, in Form eines Gesundheitscoachings, was einfach viel tiefer gehen kann als eine normale Arzt Patientenbeziehung. Das ist das, was ich in zehn Jahren definitiv als vorhanden sehe. 

SH:  Hieße, wenn ich dem zuhöre. Ich habe in zehn Jahren nach deiner Vorstellung einerseits ein ärztliches Coaching. Das kann Naturmedizin, das kann die klassische Medizin sein – holistisch – für diejenigen, die dieses, ich sage mal buchen. Und aber andererseits das System der Kassen, die da sagen, wenn du diese Krankheit hast, dann hast du nimmst du diese Tablette oder hast du diese Operation, also im Endeffekt eine Art von – mag ich erstmal überhaupt nicht wertend, nicht negativ, sondern eher zwei Richtungen:  Von der Art her eine Zweiklassenmedizin?

FR: Zwei-Klassenmedizin nicht unbedingt. Ich denke, die Notfallmedizin wird immer bleiben. 

Die Notfallmedizin ist wichtig und die ist auch richtig gut, die wir haben. Ne, die ist richtig effektiv, die ist richtig, also auf diese Hochleistungen.  Ja, die können einfach sehr effektiv Leistung abrufen und damit natürlich auch tolle Erfolge erzielen. Aber es ist nicht die Antwort auf das, was eben gerade in der Psyche der Menschen durch bestimmte Arbeitssituationen auch in anderen Bereichen gerade, ja einfach vorhanden ist. Das können wir gerade mit dem, was wir vorgegeben haben von den Kassen nicht abbilden. Und ich glaube, dass es einfach notwendig ist, da schon viel früher anzusetzen, sehr präventiv zu arbeiten, bevor Krankheit überhaupt körperlich entsteht. Wenn wir merken, dass der Mensch müde wird in seinem Beruf, also müde in Anführungsstrichen. Einfach wirklich seelisch leidet, dann darf er auf die Reise gehen und etwas passendes für sich finden, das darf einfach normal werden und auch da können wir als Ärzte begleiten, weil oft schlägt es sich eben in falscher Ernährung aus, in oder ja, ungünstiger Ernährung sage ich jetzt mal. … 

SH. Oder mangelnde. Siehst auch. Ja?

FR: Ich finde zwei Klassen des begegnet mir oft, weil dann viele eben argumentieren: „Ja, aber was ist, wenn ich mir das nicht leisten kann.“ Auf der anderen Seite gibt es sehr, sehr viele Dinge, die wir uns leisten, obwohl sie auch nicht notwendig sind, zum Beispiel Zigaretten … um das mal vorsichtig anzusprechen. Und auch das Geld kann man eben in seine Gesundheit investieren und wenn man tatsächlich langfristig dadurch gesund wird, es darf einfach ein Umdenken stattfinden. Ja, da bin ich mal gespannt, wie da so die Krankenkassen und die, die es sonst noch an der Medizin verdienen, darüber denken …

SH: Richtig. Wie gesagt, dann sind wir wieder bei dem Thema von Asien. Ich denke, in Westeuropa verdient man in erster Linie am Kranksein. Und das ist natürlich ein System, was du wiederum propagierst, was diesem zumindest nicht entspricht.

FR: Das ist richtig. Also ich bin auch sehr gespannt. ich denke, wir sprechen da auch über die Pharmaindustrie, die natürlich sehr viel Gewinn macht an Krankheit. Ja, ich bin gespannt, wie sich das entwickelt.

SH: Dann schauen wir mal …. Und wenn jetzt Ärzte uns zugehört haben oder Ärztinnen und sagen, in diesem System, ich überlege mir einfach die ganze Zeit schon, könnte ich daraus… 

Oder vielleicht geht es einfach nur mal eine Grundsatzberatung, wie können die dich erreichen?

Über meine Website. Da ist auch ein Link zur einem Kennenlerngespräch. Und zwar www.drfranziskarudolph.de   Oder sie schreiben mir direkt eine E-Mail unter Team@DrFranziskaRudolph.de. Wir können uns gerne austauschen und einfach gemeinsam einen Plan entwickeln.

SH:  Na klar. Ich sage mal ganz herzlichen Dank. 

FR: Ich danke auch für deine Zeit.

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