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Maik Pfingsten

Maik Pfingsten

WERT-Verträge statt Werkverträge

Maik Pfingsten

„Wenn der Maik weg ist, dann haben wir Geld in der Kasse; Wenn er daheim ist, dann hat er keine Aufträge“.

Das geflügelte Wort seiner Frau beschrieb die Situation des Ingenieurs und Troubleshooters vor 10 Jahren ziemlich präzise.

Maik ist ein fabelhafter Mensch und Ingenieur, der Freiheit braucht. Freiheit, um das zu tun, was ihm in diesem Leben wichtig ist. Für die Menschen Zeit und finanzielle Möglichkeiten zu haben, die ihm lieb und wichtig sind. Jahrelang tauschte er vornehmlich Zeit gegen Geld. Er erlebte das, was viele Familienväter in Führungspositionen erleben, er sah seine Kinder kaum. Was eine Zeit lang interessant war, das Reisen in der Welt, hat irgendwann auch seine Reiz verloren. Spätestens dann wenn die Hotels, die Flughäfen usw. austauschbar waren, dann ging es nur noch um den Tausch von Zeit gegen Geld. Auf die Dauer nährt das zwar den Magen und entleert aber zusehends das eigene Leben.

Nachdem klar war, dass er nicht mehr in das Arbeitsmodell des Industriezeitalters reinpasst, verlagerte er sein Business in die Cloud. Während andere WerK-Verträge abarbeiten, ist Maik und seine Kunden hoch zufrieden mit WerT-Verträgen.

Er wollte als Systemingenieur das alte System nicht länger mitmachen und begann seine Tätigkeit komplett zu digitalisieren. Sein Wissen wurde online verfügbar, er bot es entweder automatisiert an, oder er war virtuell präsent … Morgens in Asien, Nachmittags in Mittelamerika und dazwischen mit … und andererseits Kunden nach einander in Asien und dann Mittelamerika beraten zu können – und das von einem Ort seiner Wahl aus – ohne jedes Mal reisen zu müssen. Nicht mehr er folgt seinem Business, sondern er baut sein Business nach seinen Bedürfnissen.

Das bedeutete für ihn und seine Familie einen großen Gewinn an Lebensqualität – aber die Umstellung zu Beginn irritierte erst einmal, vor allem seine Frau. Der bisherige Glaubenssatz wurde auf den Kopf gestellt: Jetzt war Maik viel daheim und trotzdem 😉 Geld in der Kasse … – Dazu hat er ein Beratungsunternehmen für Berater aufgebaut, welches so spezialisiert arbeitet, dass es selbst für Nahestehende schwierig ist, zu erklären, womit er sein Geld verdient.

Letztlich arbeitet er als „Last Level Support“ für (extrem speziell) bestimmte Ingenieuersdienstleistungen – sein Spezialgebiet sind „Lastenhefte“ – also die Gestaltung und Steuerung hochkomplexer Projekte/Angebote/Produkte. Diese Beratungsdienstleistung hat er digital standardisiert und mit großem Mehrwert (virtuelle Bibliotheken) online verfügbar gemacht. Seine Kunden suchen und kaufen diese Leistung im entsprechenden Paket zu einem Festpreis. Darüber hinaus vermittelt er auf Anfrage zusätzliche Unterstützungsingenieure, die für die Umsetzung beim Kunden vor Ort arbeiten. Insider nennen dieses Angebot „Productized Service (Consulting). Immer mehr kommt mit „virtual Mentoring“ ein zweiter Bereich hinzu, ein Internet-gebundenes persönliches (bis hin zu Privatissime) Train-the-Trainer-Programm.

Gerade in der Umstellung ist seine Frau seine größte unterstützende Kritikerin. Darüber hinaus hat er sich Menschen gesucht, von denen er lernen konnte. Das waren Menschen, die schon dort waren, wohin er wollte. (Modellieren)

Fragt man ihn selbst, was er beruflich macht, so kommt er ins Stocken. Er ist so spezialisiert, dass es nur noch Eingeweihte verstehen oder zumindest als eine relevante Ahnung haben. Sein gesamtes Business ist absolut virtuell, er braucht nur noch einen Laptop mit Internetanbindung gleichsam als Schaufenster, wo eine kleine Auswahl des Angebotes zu sehen ist. Dazu eine Kamera und ein Mikro. Man kann es nicht wirklich be-greifen… – Er hat, aber er braucht kein Büro. Seine Form von Freiheit.

Wenn er heute wieder neu von Null starten würde, wäre er mit einem Laptop und 1000 Euro nach zwei Jahren wieder auf dem gleichen Einnahme-Level wie heute. Sein Business ist nicht austauschbar – und es war für ihn von Beginn an wichtig „spitz in eine Nische zu gehen.“ Er trifft auf den Kernnutzen einer ganz bestimmten Zielgruppe und supported diesen auf höchstmöglichem Niveau. Das Internet mit der virtuellen Präsenz bietet ihm zusätzlich eine „Hebelmöglichkeit“, weil Zeit und Entfernung nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Damit wird es skalierbar. Sein nächster Mindset ist, einer der ersten in Deutschland zu sein, die es in diesem Business als One-Man-Show auf einen Umsatz jenseits der Million zu bringen. In anderen Teilen der Welt ist das schon Realität.

Zu seinem Angebot kommt inzwischen verstärkt ein virtual Mentoring hinzu. Für ihn das realisierte Verrückte – für andere das Undenkbare, dass er Vertrauen rein auf virtueller Basis aufbaut und pflegt. Vielen seiner Geschäftspartner wird er zeitlebens nur online begegnen.

Bald wird Maik auch sein Buch über „Productized Services“ veröffentlichen.

Buchempfehlungen in dieser Podcastfolge: (Affiliate Link)

Kontakt: www.maikpfingsten.de

Danke

(C) 2019 – Stefan Hund
Der Podcast kann hier GDPR-konform gehört werden. Er ist ebenso auf allen großen Podcast-Plattformen sowie auf Upspeak. Die Musik für diesen Podcast: Watch the world burn – Tristan Norton & Martin Kottmeier, (gekauft bei premiumbeat.com)

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